Interkulturelles Stammtisch: Rheinbahner kämpfen für Toleranz
zuletzt aktualisiert: 17.12.2007 - 08:38Mehr als 17 Prozent der Düsseldorfer sind ausländischer Herkunft. Für die Rheinbahn bedeutet dies, dass rund 35 Millionen ihrer Fahrgäste, die sie jährlich befördert, Ausländer sind. Das Verkehrsunternehmen ist ein Spiegelbild dessen: Rund 15 Prozent seiner Beschäftigten haben einen Migrationshintergrund. Was lag also näher, als dieser Thematik ein besonderes Augenmerk zu widmen?
Im Jahre 2001 hat die Rheinbahn mit einem Aushang 15 Beschäftige gesucht, die Interesse hatten, an einem interkulturellen Training teilzunehmen. Es wurde vom Bereich Migration & Qualifizierung beim DBG-Bildungswerk organisiert.
Es blieb nicht bei diesem Training. Entstanden ist daraus der Interkulturelle Stammtisch. Jüngst wurde die Rheinbahn dafür prämiert. Aus den Händen von NRW-Integrationsminister Armin Laschet nahmen Abteilungsleiter Dietmar Stoffels, Melanie Lafin, Sachbearbeiterin Personalentwicklung und Christian Staudinger-Napp einen Sachpreis des Wettbewerbs „Die gelbe Hand“ entgegen.
Staudinger-Napp koordiniert den Interkulturellen Stammtisch. Er sagt: „Wir möchten das Bewusstsein dafür fördern, dass gute Zusammenarbeit auch gegenseitige Unterstützung in der beruflichen Praxis sowie das Respektieren anderer Anschauungen und Kulturen bedeutet.“ Das Thema Gleichbehandlung von Migranten soll auch künftig in der Ausbildung bei der Rheinbahn eine größere Rolle spielen. Von einem fremdenfreundlichen Unternehmen profitierten Mitarbeiter und Fahrgäste gleichermaßen, meint Staudinger-Napp. Mit den Auszubildenden hatte der Interkulturelle Stammtisch in diesem Jahr die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang in der Nordeifel besichtigt.
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