Zukäufe nicht ausgeschlossen: Rheinmetall will weiter wachsen
zuletzt aktualisiert: 22.03.2005 - 12:17Düsseldorf (dto). Der Düsseldorfer Rüstungs- und Autotechnikkonzern Rheinmetall will jährlich um fünf Prozent wachsen. Ursprünglich war dieses Ziel mittelfristig geplant. Auch Zukäufe und Joint Ventures seien nicht ausgeschlossen, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus Eberhardt am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.
Das "sehr gute Ertragsniveau" im Bereich Automotive (Automobilzulieferung) solle 2005 stabilisiert und die Ertragskraft des Bereichs Defence (Wehrtechnik) gestärkt werden. Vor dem Hintergrund der bereits am Vortag gemeldeten Steigerung des Jahresüberschusses um 49 Prozent auf 101 Millionen Euro 2004 erwartet Rheinmetall auch im laufenden Jahr ein Ergebniswachstum im Gesamtkonzern. Der Konzernumsatz war 2004 durch Verkäufe von Unternehmensteilen von rund 4,2 Milliarden Euro auf rund 3,4 Milliarden Euro gesunken.
Der Auftragsbestand lag nach Informationen vom Dienstag zum Ende des vergangenen Jahres bei 2,74 Milliarden Euro, der Auftragseingang belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf knapp 3,15 Milliarden Euro. Der Schuldenstand sei deutlich abgebaut worden. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten beliefen sich laut Rheinmetall zum Jahresende auf 154 Millionen Euro, nach 230 Millionen Euro im Jahr zuvor.
In das laufende Geschäftsjahr ist der Konzern den Angaben zufolge "mit gutem Erfolg" gestartet. Insbesondere die Auftragsverzögerungen einiger Projekte im Bereich Defence im Schlussquartal 2004 seien durch mehrere bedeutende Aufträge mit einem Gesamtvolumen von über 300 Millionen Euro in den ersten Wochen des laufenden Geschäftsjahres ausgeglichen worden.
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