Tennis: Rochusclub hat am Ende auch mal das Glück
zuletzt aktualisiert: 17.08.2009 - 08:23Düsseldorf (RPO). Zuletzt hatte der Düsseldorfer Rochusclub in der Tennis-Bundesliga der Herren mehrfach den Match-Tiebreak verloren und so einige Punkte im Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft verloren. Am letzten Spieltag beim HTC Blau-Weiss Krefeld allerdings war das Glück auf Düsseldorfer Seite.
In drei Begegnungen musste der als dritter Satz gespielte Match-Tiebreak die Entscheidung herbeiführen, dreimal gewannen die Rochusclub-Akteure, so dass am Ende die Düsseldorfer mit 5:1 in Krefeld triumphierten. "Wir haben gehalten, was wir versprochen haben. Wir können uns erhobenen Hauptes aus der Saison verabschieden", resümierte Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler.
Erstmalig konnte sich auch Jonas Björkman in die Siegerliste eintragen. Dazu benötigte der 37-Jährige mehrfache Grand-Slam-Sieger im Doppel aus Schweden allerdings die schlagkräftige Unterstützung von Evgeny Korolev. Gemeinsam mit dem "Scharfschützen" der Liga sicherte sich Björkman im sechsten Einsatz für die Grafenberger den ersten Erfolg. Das vorangegangene Einzel aber offenbarte, dass die besten Tage der ehemaligen Nummer eins der Doppel-Weltrangliste vorbei sind. Gegen die aktuelle Nummer 260 der Weltrangliste, Juan-Martin Aranguren, verlor er sang- und klanglos in zwei Sätzen. "Jonas hatte keine Chance, mitzuspielen. Das war eine ganz bittere Bundesligaerfahrung für ihn", analysierte der Teamchef.
Ganz anders präsentierte sich dagegen Oscar Sabate-Bretos. Der Irmler-Schützling, in der Weltrangliste auf Platz 673 geführt, kämpfte den niederländischen Dauerbrenner Dennis van Scheppingen im Match-Tiebreak nieder. Auch Rochusclub-Spitzenspieler Evgeny Korolev (Weltrangliste 86) musste in die Verlängerung. Krefelds Brian Dabul sicherte sich den ersten Satz mit 6:1 im Schnelldurchgang. Dann allerdings fand Korolev ins Spiel, und Dabul musste seiner Express-Anreise aus Italien am Morgen des Spieltags Tribut zollen. Am Ende hatte Korolev das Spitzeneinzel für sich entschieden. "Einige Matches haben mir wieder richtig Nerven gekostet", so Irmler. Der Rochusclub beendet die Saison als Dritter.
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