Meeerbusch: Roll-Möpse beim Radwandern
VON SEBASTIAN KEILHOLZ - zuletzt aktualisiert: 07.07.2008 - 10:44Düsseldorf (RPO). Bei sommerlichen Temperaturen passierten am 17. Niederrheinischen Radwandertag rund 900 Teilnehmer den Start- und Zielort in Büderich. Manche waren mit den Inline-Skates unterwegs.
Frisch geölte Bremsen, eine gut gefüllte Trinkflasche, Proviant für unterwegs und angemessen aufgepumpte Reifen, um das Risiko eines „Plattfußes“ zu verringern - Aylin Kurt und ihr Freund Mete Babayigit haben ihre Drahtesel für den 17.Niederrheinischen Radwandertag bestens vorbereitet. Für beide ist es die Premiere. Verwirrung gibt es nur noch um die Route. „Da kümmern sich die anderen drum“, sagt der 17-jährige Mete, der eigentlich in Möchengladbach wohnt.
Mit Freundin Aylin gehört er zu den jüngeren Teilnehmern, die sich auf der Dorfstraße in Büderich am Startpunkt versammelt haben. „Über meine Oma sind wir zum Radwandertag gekommen, die fährt auch mit“, erklärt Aylin. Als Mitglied im Büdericher Fahrradclub ist die Großmutter sogar in einem Verein organisiert. „Wir machen öfters Touren mit größeren Gruppen“, sagt Christa Valler. Gemeinsam mit dem radelnden Nachwuchs und den Kameraden vom Fahrradclub erwartet Valler in der ersten Reihe des startenden Pulks den Startschuss: Drei, zwei, eins - mit einem lauten Knall eröffnet Bürgermeister Dieter Spindler die gemütlichere Variante eines Fahrradrennens.
Denn auch bei der 17. Auflage des Radwandertages steht bei freundlicher Witterung der Spaß am Radeln in der Natur im Vordergrund. Ob die über Neuss und Kaarst führende Route 31 oder die Willich durchquerende 62 - die Wahl des angeschlagenen Tempos bleibt allen Teilnehmern selbst vorbehalten. So herrscht rund ums Büdericher Rathaus eine entspannte Atmosphäre.
„Wir freuen uns auf einen schönen, sonnigen Tag auf dem Fahrrad“, sagt Ilse Niederdellmann. Die Fraktionsvorsitzende der Meerbuscher SPD macht sich mit einigen Parteigenossen und einer Gruppe der Arbeiterwohlfahrt auf den Weg durch die hiesigen Gefilde. „Über die Route Nummer 31“, verrät die Lokalpolitikerin.
Doch nicht nur Meerbuscher Bürger haben sich am Start eingefunden. Bernd Kramer ist mit seinen „Kölner Roll-Möpsen“ nach Büderich gekommen. 30 Kilometer möchte er mit seinen Vereinskollegen abreißen. Und das nicht auf dem Fahrrad, schließlich handelt es sich bei den Roll-Möpsen um einen Verein für Inline-Skater. „Wir klappern immer mal wieder die Umgebung ab, und nun sind wir zum ersten Mal in Meerbusch“, berichtet Kramer. Sorgen bereitet dem ersten Vorsitzenden nur die Verpflegung im Zielbereich des „Feindgebietes“. „Mal sehen, ob wir uns mit dem Altbier arrangieren können“, witzelt Kramer über das bevorzugte Gebräu beim Fest im Rathausgarten. Bei der abschließenden Tombola wollen er und seine Freunde aber auf jeden Fall dabei sein.
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