Nach Brand: Sankt Peter ist wieder geöffnet
VON M. BROCKERHOFF UND A. KLENTZE - zuletzt aktualisiert: 21.02.2011 - 07:48Düsseldorf (RPO). Joachim Kardinal Meisner zelebrierte am Sonntag das feierliche Hochamt zur Wiedereröffnung der Peterkirche. Wegen Renovierung war das Gotteshaus seit Juni 2007 geschlossen. Es gibt neue Seelsorge-Angebote.
Es war die erste heilige Messe in der Peterkirche seit dreieinhalb Jahren, und entsprechend feierlich waren Gemeindemitglieder, Geistliche, Mitarbeiter und Gäste von Sankt Peter gestimmt. "Heute ist ein Festtag für alle Katholiken in Düsseldorf", sagte etwa Michael Hänsch, Geschäftsführer der Katholischen Kirche Düsseldorf. Im festlichen Rahmen und mit vielen Gästen feierte die Gemeinde die Wiedereröffnung ihrer Kirche.
Schon lange vor dem Beginn des Hochamts füllte sich die Kirche, noch während Chor und Orchester für die Messe probten. Viele Gäste mussten stehen. Zur Eröffnung waren auch Handwerker gekommen, die an der Restaurierung mitgewirkt hatten, sowie Ehrengäste, unter ihnen Oberbürgermeister Dirk Elbers. Neugier und Erwartung waren deutlich spürbar. Schließlich war die Peterkirche wegen der Restaurierung nach dem Brand dreieinhalb Jahre geschlossen. Gewölbe, Fenster, Altäre, Kunstwerke und Orgel sind restauriert und gesäubert worden. Erst vor wenigen Wochen wurden die Orgel und der geschnitzte Hochaltar wieder aufgebaut. "Das Warten hat sich gelohnt", meint Irmgard Philippen, die der Gemeinde angehört, "die Kirche ist wunderschön geworden."
21.Februar, 19.30 Uhr: Orgelkonzert mit Werken von J.S. Bach, Franz Liszt, Olivier Messiaen u.a.
24. Februar, 14 Uhr: Kinder-Orgelführung - „Hören, Singen, Ausprobieren, Staunen“
26. Februar, 19.30 Uhr: „Tu es Petrus - Du bist Petrus, der Fels!“ Chorkonzert bei Kerzenschein, Motetten aus fünf Jahrhunderten, von Orlando di Lasso bis Arvo Pärt
Joachim Kardinal Meisner zelebrierte diese erste heilige Messe, zusammen mit Seelsorgern aus Düsseldorf, darunter Pfarrer Ansgar Puff und dessen Vorgänger Paul-Ludwig Spies. In seiner Predigt betonte Meisner, dass Kirchen wichtig seien: "Das Haus Gottes ist entzogen allen menschlichen Nutzen. Darum dürfen die Menschen hier ganz Mensch sein."
Nach der Messe ging die Feier in den Räumen des Rheinischen Sparkassenverbandes und in einem Zelt vor dem Pfarrbüro an der Friedrichstraße weniger förmlich weiter. Bei Altbier, Suppe und anderen Häppchen wurde entspannt und fröhlich geplaudert.
Gottesdienste am Mittag
Damit auch in Zukunft die Peterkirche gut besucht wird, hat die Pfarre ein Seelsorge-Angebot erarbeitet, das auf den Stadtteil Friedrichstadt zugeschnitten ist. Ein Kernpunkt ist eine feste Zeit für Gottesdienste. Am Sonntag und an jedem Werktag wird jeweils um 12.30 Uhr ein Gottesdienst gefeiert. "In der Mittagspause nehmen sich Menschen oft Zeit, vom Alltag auszuspannen und sich zu besinnen", so Puff. Geplant sind zudem eine Reihe von Konzerten auf der sanierten Orgel. An Gesprächsabenden und in Vorträgen werden philosophische, theologische und katechetische Themen erörtert.
Mit dem Programm will die Pfarre nicht nur die alteingesessenen Gemeindemitglieder ansprechen, sondern auch neue Bewohner des Stadtteils. "In der Friedrichstadt leben jüngere, oft akademisch gebildete Menschen, von denen viele wie Pilger auf der Suche nach dem Glauben sind", so Puff.
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