Der Prozess gegen die vier Mitglieder der "Sauerland-Gruppe" ist im August endlich fortgesetzt worden, nachdem die Verhandlung im Juni mehrfach verschoben worden war.
Die vier Angeklagten legten vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ausgiebige Geständnisse ab.
Adem Y. und die Mitangeklagten hatten geplant, Bombenanschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland zu verüben.
Dazu beschafften sich die Männer zwölf Fässer mit Chemikalien.
Im Sauerland hatten die Angeklagten damit begonnen, Sprengstoff herzustellen.
Aber Attila S. und seine Komplizen wurden rechtzeitig geschnappt.
Als Erster sagte Fritz G. in Düsseldorf aus.
Bei einer Reise in Saudi-Arabien im Jahr 2005 hatte er die Mitangeklagten erstmals getroffen.
Die Ansichten über den "Dschihad", den heiligen Krieg, waren bei allen Beteiligten ähnlich.
Bei späteren Begegnungen in Deutschland habe man dann den Beschluss gefasst, gemeinsam in den "Dschihad" zu gehen.
Anfang Juni hatten die Angeklagten vor dem OLG umfassende Geständnisse angekündigt. Zur Begründung hatten sie unter anderem angegeben, dass sie sich vor Gericht langweilten.