Wegen Menschenhandels: Schleuser muss für zweieinhalb Jahre hinter Gitter
zuletzt aktualisiert: 25.11.2004 - 09:19Düsseldorf (dto/RP). Ein 34 Jahre alter Iraker wollte das große Geld verdienen und dafür seinen seinen Landleuten zu einer neuen, illegalen Zukunft in Deutschland verhelfen. Dafür wurde der Schleuser jetzt vom Düsseldorfer Landgericht zu 33 Monaten Haft verurteilt. Ein Mitangeklagter wurde dagegen nur zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Zwei weitere Iraker müssen noch auf ihr Urteil warten.
Ein 34-jähriger Angeklagter hatte zugegeben, in fünf Fällen Landsleute nach Deutschland eingeschleust oder Iraker von hier nach Holland eingeschleppt zu haben. Außerdem hatte er in 35 Fällen gegen freihändig festgesetzte Gebühren Geldgeschäfte für Landsleute abgewickelt und damit gegen das Kreditwesengesetz verstoßen.
Für gefälschte Ausweispapiere und das Einschleusen kassierten sie Summen von bis zu 7.000 Euro. Zwei irakische Kinder schmuggelten sie über Syrien nach Amsterdam ins Land, Einer der Angeklagten gab an, das Geld für die Operation seiner Mutter im Irak zu benötigt zu haben.
Wegen seines „schnellen Geständnisses“, so die Richter, kam der 34-Jährige mit zweieinhalb Jahren Haft davon. Ein 40-jähriger Landsmann erhielt 21 Monate Bewährungsstrafe. Er hatte eingeräumt, an drei Fällen des Einschleusens beteiligt gewesen zu sein. Gegen zwei weitere Iraker wird das Gericht demnächst gesondert verhandeln. Sie haben die Vorwürfe bislang nicht bestätigt.
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