Masterplan Spielplätze: Schöner spielen in Unterrath
VON ANANDA MILZ - zuletzt aktualisiert: 01.04.2008 - 08:37Düsseldorf (RPO). Der Frühling ist da, und die Kinder zieht es nach draußen zum Toben. Und das wird in Düsseldorf nach und nach schöner. Mit dem Masterplan Spielplätze. Der Auftakt ist dieses Jahr am Heinefeldplatz: Dort wurde jetzt der 46. Spielplatz frisch saniert an die Bürger übergeben.
Endlich ist es für Fabienne (7) und Celine (5) so weit. An der milden Frühlingsluft können die zwei Mädels wieder draußen spielen - und vor allem klettern und toben. Direkt vor der Haustür auf dem Heinefeldplatz. Dort probieren die zwei Freundinnen die neuen Klettergeräte aus, hängen in den roten, dicken Seilen und hangeln sich Stück für Stück nach oben. Ihr Ziel: Ein Rondell mit Geländer, das aussieht wie der Mastkorb eines Segelschiffs - nur viel größer. Und obwohl die zwei in Anoraks stecken, wird ihnen beim Klettern ganz schön warm, und ihre Wangen leuchten plötzlich rot. „Wir durften hier ganz lange nicht spielen“, sagt Celine etwas aus der Puste.
Doch gestern war die Freude für die Mädchen umso größer. Nach einem Jahr Sanierungsarbeiten ist der Spielplatz auf dem Heinefeldplatz in Unterrath jetzt wieder für alle Kinder zugänglich. Jürgen Buschhüter, der Bezirksvorsteher der BV6, übergab den Anwohnern ihren frisch renovierten Spielplatz und lobte den Masterplan der Stadt: „Es ist toll, dass wir die Spielangebote für unsere Kinder verschönern können.“
So wurde der Kleinkinderspielplatz auf dem hinteren Teil des Heinefeldplatzes mit Wipptieren, Sandkasten und Schaukel bereits 2006 erneuert. Im vorderen Teil gibt es jetzt für die Älteren einen Hangel- und Kletterturm mit überdimensionalen, bunten Mikadostäben, zwei Tischtennisplatten und einen Sandplatz zum Boulespielen. Die Kosten belaufen sich auf rund 150 000 Euro, und der Umbau ist damit das 46. Projekt des „Masterplans Kinderspielplätze“.
„Bis 2009 werden wir insgesamt 64 Spielplätze in Düsseldorf umgebaut haben“, erklärte der Leiter des Gartenamts Manfred Krick. Zehn bis 15 Spielstätten sind es pro Jahr, die im ganzen Stadtgebiet umgestaltet oder neu gebaut werden. 1,5Millionen Euro gibt die Stadt jährlich dafür aus. Aber auch nach 2009 soll es weitergehen. Krick spricht von einem „dauerhaften Masterplan“, der bis mindestens 2012 mit der gleichen, jährlichen Summe gesichert sei.
Als Grund nennt er vor allem das Alter der insgesamt 430 Spielplätze in Düsseldorf: „Die meisten sind rund 30 Jahre alt, da gibt es viel zu tun.“ Aber nicht nur die Stadt allein soll für schöneres Spielen sorgen, auch die Anwohner sind gefragt. „Wir suchen noch Paten, die die Spielplätze betreuen und nach dem Rechten sehen“, betonte Krick. Denn auch Vandalismus und Zerstörungswut gehen immer wieder zu Lasten der Kinder: Gartensamtsleiter Krick beziffert den Schaden, der jährlich durch mutwillige Zerstörung entsteht auf „mehrere 10000 Euro“.
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