Schadowstraße: Schuhgeschäft ausgebrannt
zuletzt aktualisiert: 17.07.2010 - 22:12An der Schadowstraße ist am Samstagabend das Sportschuhgeschäft "Foot Locker" Flammen zum Opfer gefallen. Rund 600 Quadratmeter brannten vollständig aus. Ein Feuerwehrmann zog sich leichte Verletzungen zu und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der Schaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt.
Eine große Rauchwolke, die sogar von der Kirmes aus zu sehen war, ist am Samstagabend über die Innenstadt hinweg gezogen. Der Grund: Auf der Schadowstraße brannte ein Sportschuhgeschäft. Gegen 21 Uhr waren mehrere Notrufe bei der Feuerwehr eingegangen. Als die Einsatzkräfte kurz darauf an der Schadowstraße eintrafen, war bereits das gesamt erste Obergeschoss des Geschäftes ausgebrannt. Die Feuerwehr forderte umgehend Verstärkung an.
Komplizierte Löscharbeiten
Mit drei Löschzügen und einigen Sonderfahrzeugen bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Ein Eindringen in den eigentlichen Brandraum war auf Grund der hohen Temperaturen zunächst nicht möglich. Mit über zehn Rohren wurden die Flammen über fünf verschiedene Angriffswege bekämpft: Durch das eigentliche Geschäft, durch ein angrenzendes Bekleidungsgeschäft, über einen Treppenraum, durch einen Hinterhof und sogar durch eine Wohnung. Ein Leser hat ein Video von dem Brand ins Internet gestellt.
Die Feuerwehrmänner zogen den Schlauch durch eine Wohnung von der Wagnerstraße aus auf den Balkon und löschten auch von dort. Durch den Hinterhof mussten sie zunächst mit einer tragbaren Feuerwehrleiter auf ein Dach eines eingeschossigen Anbaus, dann über eine Feuerleiter weiter auf das Dach des brennenden Geschäftes. Hier löschten die Wehrmänner durch die geschmolzenen Rauchabzugsklappen. Um das Feuer in den Griff zu bekommen, setzte die Feuerwehr schließlich Schaum ein. "Die Löscharbeiten waren sehr kompliziert", sagte Feuerwehrsprecher Heinz Engels unserer Redaktion.
Während der Löscharbeiten zog sich nach Angaben der Feuerwehr ein 41-jähriger Feuerwehrmann leichte Verbrühungen im Schulter- und Kopfbereich zu. Er kam ins Krankenhaus, das er nach einer Behandlung wieder verlassen konnte.
Frau per Drehleiter gerettet
Eine Frau rettete die Feuerwehr zu Beginn des Einsatzes vorsorglich mit einer Drehleiter aus dem Dachgeschoss (fünftes Obergeschoss). Der Brandrauch zog von der Schadowstraße in Richtung Oststraße und Immermannstraße. Über die Radiosender wurden die Bewohner in diesem Bereich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nach knapp zwei Stunden waren die meisten Flammen gelöscht.
In der Nacht war die Feuerwehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. In dem Geschäfts- und Lagerraum, sowie in den Sozialräumen ist alles restlos verbrannt. Die Lüftungskanäle sind von der Decke gefallen und liegen völlig verbogen quer durch den Raum. Auch die zahlreichen Metallregale sind eingeknickt. Putz ist durch die weit über 1000 Grad heißen Flammen von den Wänden abgeplatzt. Fensterscheiben zur Schadowstraße hin sind geplatzt. In den beiden Geschäftsräumen unterhalb der Brandstelle drang Löschwasser ein und brennende Gegenstände fielen durch den Treppenaufgang ins Erdgeschoss.
Die Einrichtung und Ware der beiden Filialen sind zerstört worden. Die vielen Scherben in dem Schuhgeschäft setzten den Schläuchen mächtig zu, so dass viele unweigerlich platzten. Daher mussten währen des Brands neue Schläuche zum Einsatzort bestellt werden.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der genaue Schaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Ersten groben Schätzungen zufolge wird er in einer Höhe von rund einer Million Euro liegen.
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