Filmbranche traf sich: Schweiger und Elsner beim "Warm Up"
VON BIRGIT KRANZUSCH - zuletzt aktualisiert: 17.01.2006 - 11:07Düsseldorf (dto). Was in Nordrhein-Westfalen gedreht wird, kann sich sehen lassen. Das Jahr 2005 war besonders erfolgreich für den deutschen Film. Zahlreiche Filme wie „Barfuss“, „Alles auf Zucker“ oder „Die wilden Hühner“ wurden in NRW zum Teil gedreht und von der Filmstiftung NRW gefördert. Beim „Warm-Up“ der Filmstiftung kamen am Montagabend dann auch zahlreiche Stars wie Til Schweiger, Hannelore Elsner, Veronika Ferres und Jürgen Vogel im "Eigelstein" am Hafen mit Regisseuren und Produzenten zusammen, um das vergangene Jahr zu bilanzieren und über weitere Projekte zu plaudern.
Für die Filmstiftung NRW waren die Auszeichnungen der erfolgreiche Abschluss eines an Preisen reichen Jahres. Die Freude über die Festivalerfolge wird jedoch getrübt durch den drastischen Besucherrückgang in den deutschen Kinos. Ein Weg, den Trend bei den Besucherzahlen zu stoppen, sind attraktive Filme, die die Menschen wieder in die Kinos ziehen. Insgesamt unterstützte die Filmstiftung 110 Kino- und Fernsehproduktionen mit 28,7 Millionen Euro und erzielte damit ein Gesamtproduktionsvolumen von über 232 Millionen Euro.
Dani Levys „Alles auf Zucker” war mit sechs Auszeichnungen der große Gewinner bei der Verleihung der Deutschen Filmpreise im Juli. Insgesamt gingen in Berlin zehn deutsche Filmpreise an geförderte Produktionen der Filmstiftung NRW. „Schwierige Zeiten verlangen besondere Kreativität und Anstrengungen. Die Kinobranche hat ein kritisches Jahr hinter sich, und gleichzeitig erleben wir eine Phase mit vielen aufregenden Projekten von jungen Regisseuren", sagt Filmstiftungs-Geschäftsführer Michael Schmid-Ospach. Im 15. Jahr ihres Bestehens sei die Filmstiftung für junge als auch alteingesessene Produktionsfirmen ein stabiler Partner.
Wenn die Filmstiftung NRW zum Warm-Up lädt, dann nutzen die Gäste das nicht nur, um Bilanz zu ziehen oder ins laufende Jahr zu blicken. Da werden Kontakte aufgebaut oder es treffen Schauspieler, Regisseure oder Produzenten aufeinander und es werden neue Ideen geboren. Da plauderte Schauspielerin Renan Demirkan mit Regierungspräsident Jürgen Büssow, Veronika Ferres mit Schauspielkollegin Hannelore Elsner oder NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mit Filmstiftungs-Geschäftsführer Michael Schmid-Ospach.
Auch Regisseur Stafan Arndt („Lola rennt“, „Good Bye Lenin“), Schauspielerin Valerie Niehaus („Verbotene Liebe“, „Rose unter Dornen“) und Regisseurin Regina Ziegler („Drei Schwestern made in Germany“) waren da und unterhielten sich angeregt mit ihren Kollegen. Für das kommende Jahr kündigte Schmid-Ospach neue attraktive Filmproduktionen an. Das neue Jahr startet gleich im Januar mit einigen geförderten Kino-Highlights: Den Auftakt machte am 5. Januar der neue Film von Andreas Dresen „Sommer vorm Balkon”, für den Autor Wolfgang Kohlhaase auf dem Filmfestival in San Sebastian eine Goldene Muschel erhielt. Am 9. Februar folgt für die Jüngeren Vivian Naefes Kinderbuchverfilmung „Die Wilden Hühner”. Mit viel Spannung wird die Premiere von Tom Tykwers neuem Film „Das Parfum” erwartet.
„Ich bin stolz darauf, dass wir mit der Filmstiftung eine Institution haben, die so viele gute Filme fördert“, sagte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers am Montagabend beim „Warm Up“. „Gutes Kino ist Kunst, NRW ist Filmland Nummer eins“, so Rüttgers, der auch die Schattenseiten seines Jobs ansprach. „Ich habe leider viel zu wenig Zeit, um ins Kino zu gehen.“
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