Fachhochschule: Seminare in Protest-Camp verlegt
VON DIRKE KÖPP - zuletzt aktualisiert: 29.10.2008 - 08:12Düsseldorf (RPO). Die Nacht im Protest-Camp war kalt, doch die Studierenden der Fachhochschule waren gestern bester Stimmung. Noch bis Freitag wollen sie gegen Mittelkürzungen und für eine freie Bildungspolitik campen. Dabei geht es ihnen nicht nur um die FH, sondern um die Bildungspolitik und -finanzierung von Bund und Ländern.
„Die Hochschulleitungen müssen sich geschlossen gegen die schleichende Drittfinanzierung aussprechen“, betont Asta-Chef Maik Gellrich. „Wir graben uns beim Kampf um Drittmitteleinwerbung gegenseitig das Wasser ab.“ Es sei Aufgabe des Landes, den regulären Studienbetrieb zu gewährleisten und die Hochschulen nicht in eine Konkurrenzsituation zu bringen. Mit dem Camp wollen die Studierenden darauf aufmerksam machen.
Gestern Mittag verlegte ein Professor sein Seminar (zu Marx!) kurzerhand ins Camp. Heute ist geplant, dort ein Medien- und Kulturseminar abzuhalten und dabei Musik zu machen. Am 5. November soll es zudem eine große Demonstration für freie Bildung geben. Start ist um 13 Uhr am Hauptbahnhof.
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