Am Schauspielhaus: Skateranlage kommt zurück
zuletzt aktualisiert: 31.10.2006 - 11:49Der Beschluss des Jugendhilfe-Ausschusses ist eindeutig und einstimmig: Die Skateranlage, die Anfang Oktober abgebaut worden war, soll wieder entstehen - und zwar wie gehabt auf dem Gustaf-Gründgens-Platz. „Ich sehe keine Notwendigkeit, für die Anlage einen anderen Ort zu suchen“, so Hildegard Kempkes für die CDU.
Zuvor hatte Martin Volkenrath (SPD) angefragt, warum die Bahn überhaupt abmontiert worden war. Antwort der Verwaltung: Die Schäden an der Anlage seien gefährlich gewesen. Marie Strack-Zimmermann (FDP) hat nun einen interfraktionellen Antrag initiiert, der auf der Tagesordnung der Ratssitztung am 9. November steht.
Begründet wird der Antrag damit, dass "die Anlage über Nacht ohne Ankündigung seitens der Verwaltung abgebaut" wirden war. Die notwendigen Renovierungsarbeiten seien nach Aussage der Verwaltung abgeschlossen. Es bestehe Einvernehmen in der Politik, dass die Anlage an dem ursprünglichen Ort wieder aufzubauen sei.
Insider werten den Beschluss und Antrag als Niederlage für das Schauspielhaus. Und für die Art und Weise, politische Beschlüsse zu vermeiden: Es gilt als sicher, dass das Theater die Anlage nicht will - und sie mit Hilfe des Rathauses zu kippen versuchte.
Die Skater-Anlage auf dem Gustaf-Gründgens-Platz war Anfang Oktober abgebaut worden. Ohne Ankündigung. Und ohne Wissen der Stadtpolitiker. Angeblich, um sie zu reparieren. Der Abbau habe rein technische Gründe gehabt, behaupteten die Sprecherin des Theaters und Johannes Horn, Leiter des Jugendamtes, der die Demontage veranlasst hatte. „Die Anlage ist defekt und wird technisch überholt“, so Horn. Walburga Benninghaus hat dazu eine klare Meinung: „Ich glaube nicht daran, dass die Skater-Anlage defekt ist“, sagt die SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Jugendhilfe-Ausschusses. „Das wird zwar behauptet, aber es ist keine Erklärung dafür, warum die Anlage so plötzlich über Nacht verschwindet - und dazu noch in den Ferien.“ Schließlich sei die Skater-Bahn erst vor anderthalb Jahren restauriert worden. Kosten: 18000 Euro.
Seit 1989 stand die Skater-Anlage auf dem Gustaf-Gründgens-Platz - und sie stand gut da. Einerseits zentral genug für Skater und vor allem für ihr Publikum, denn ohne Zuschauer macht Skaten nun einmal keinen Spaß. Andererseits weit genug weg von Wohnhäusern, in denen die Geräusche stören. Nun aber machen die Stadtpolitiker Druck. Denn sie fühlen sich übergangen. Mit dem Abbau waren Tatsachen geschaffen worden ohne Abstimmung und politischen Auftrag, ohne dass überprüft worden wäre, ob eine Reparatur schon wieder nötig ist - das ist sauer aufgestoßen.
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