Bei den Bauarbeiten für die neue Wehrhahn-Linie bildet die Grube an der Elisabethstraße Ecke Bilker Allee den sogenannten Startschacht. Von hier aus wird die Tunnelbohrmaschine ab März 2010 ihren Weg in Richtung Innenstadt nehmen.
Die Grube ist 100 Meter lang und elf bis 13 Meter breit. Die Tiefe beträgt zurzeit circa elf Meter, soll aber noch bis zu 17 Meter tief werden. Insgesamt wurden dann 25.000 Kubikmetern Erdreich ausgehoben - das entspricht 2000 Lkw-Ladungen.
Gerd Wittkötter vom Amt für Verkehrsmanagement ist Projektleiter der Wehrhahnlinie.
Die dünnen blauen Manschettenrohre bilden den Rahmen für die Tunnelbohrmaschine, die einen Durchmesser von 9,50 Meter hat. Bisher ist nur ein Halbkreis zu sehen. Die Grube wird an dieser Stelle noch sechs Meter tiefer. Die Montage der Maschine soll ab November beginnen.
Die Baugrube wird von einer 80 Zentimeter dicken Schlitzwand umschlossen, die bis zu 28 Meter tief ins Erdreich ragt. Eine Schlitzwand ist ein Bauelement zur Sicherung tiefer Gruben. Dabei wird ein Schlitz ausgehoben und mit einer stützenden Flüssigkeit, zum Beispiel Beton befüllt. Dies dient außerdem zur Abdichtung gegen Grundwasser. Insgesamt ist die Schlitzwand 285 Meter lang. In die Schlitzwand werden - zur Sicherung der Grube - sogenannte Anker gebohrt.
Bis zu 25 Meter tief sind die Anker in der Schlitzwand. Dazu werden diese Rohre aneinander geschraubt.
Mit der Ankerbohrmaschine KR 806 werden insgesamt 500 Anker gebohrt. Bis jetzt sind etwa 400 Anker eingebaut.
Hier wird ein weiterer Anker gebohrt. Der darunter ist schon fast fertig, die Stahlseile sind noch zu sehen.
Um starke Staubbildung zu vermeiden, wird beim Bohren mit Wasser gearbeitet.
So sieht ein fertig gebohrtes Loch aus.
Als Zugelemente werden dann Stahlseile, auch Litzen genannt, eingesetzt und unter Spannung gebracht.
Als Verschluss wird dann der sogenannte Kopf aufgesetzt. Das ganze Gebilde wird im Bauwesen als Anker bezeichnet.
Bereits jetzt liegt der Boden der Baugrube einen Meter unter dem Grundwasserspiegel. Das Grundwasser steht außerhalb der Wände, wird abgepumpt, gereinigt und in die südliche Düssel geleitet. In der Stunde werden zwischen 30 und 35 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt.