Der Eurovision Song Contest war ein Karrieresprungbrett für einige Teilnehmer. Heute sind Abba, Udo Jürgens (im Bild) oder Céline Dion weltberühmt.
Die Kultband Abba ist das beste Beispiel dafür, wie der ESC zu internationalem Ruhm verhelfen kann: Agnetha, Björn, Benny und Anni-Fried versuchten, schon 1973 auf der ESC-Bühne zu stehen. Aber sie schafften den schwedischen Vorentscheid nicht. Im Folgejahr gewannen sie dann allerdings mit dem neuen Namen Abba und dem Hit "Waterloo" den ESC 1974 mit großem Vorsprung. Inzwischen wird die Band gerne gecovert, sogar ein Musical entstand: "Mamma Mia!" Die Proben dazu zeigt das Bild.
Mit dem Titel "Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund" versuchte Nicole schon 1981 am Grand Prix teilzunehmen. Im nächsten Jahr siegte die gerade mal 17-jährige dann mit "Ein bischen Frieden". Sie war die erste deutsche Gewinnerin und der Siegertitel wurde weltweit über fünf Millionen Mal verkauft, gewann Platin und Gold.
Am 1. Mai sang sie beim "Airport Grand-Prix"-Acapella Festival am Düsseldorfer Flughafen ihr Siegerlied.
Gleich dreimal trat Udo Jürgens beim Eurovision Song Contest auf. 1964 startete er für Österreich und landete auf dem fünften Platz. Ein Jahr später erreichte er Platz 4 und 1966 erreichte er schließlich mit "Merci Chérie" das Siegertreppchen. Dies verschaffte ihm den internationalen Durchbruch: Es folgten Tourneen in alle Welt und Platten in verschiedenen Sprachen.
Vicky Leandros bekam im Februar 2011 sogar einen Verdienstorden von Luxemburg, weil sie unter anderem für das Land zweimal beim Grand Prix angetreten war. Beim ersten Mal erreichte sie1967 die vierte Platzierung, 1972 gewann sie schließlich den Song Contest mit dem Song "Après toi". Die Single in verschiedenen Sprachen verkaufte sich weltweit über 5,5 Millionen mal.
Foto: Sebastian Willnow/ddp
Mit nur einem Punkt Vorsprung gewann die Kanadierin Céline Dion 1988 den Contest für die Schweiz. Seitdem duddelten ihre Songs auch in europäischen Radios. Ihr Titel "Ne partez pas sans moi" gilt als der dritterfolgreichste Siegertitel. Spätestens durch ihren "Titanic"-Filmtitel "My Heart Will Go On" dürfte der Weltstar jedem Düsseldorfer bekannt sein.
Nicht ganz so bekannt in Deutschland ist die belgische Sängerin Lara Fabian. Sie machte auch 1988 beim ESC für Luxemburg ihren ersten internationalen Schritt und belegte den vierten Platz - hinter Siegerin Celine Dion. Weil diese im nächsten Jahr eine Pause ankündigte, konnte Fabian daraufhin ordentlich Alben verkaufen. In Deutschland und den USA hatte sie 2000 einen größeren Hit: "I Will Love Again".
Diese Grand Dame flimmerte noch letzten Donnerstag über die europäischen Bildschirme. Dana International aus Israel musste nach dem zweiten Halbfinale 2011 leider Düsseldorf verlassen. Doch sie gewann mit dem Song "Diva" schon 1998 den Eurovision Song Contest. Der Sieg der Transsexuellen löste eine Debatte in Israel aus und sie selbst nahm an einer Kampagne von Amnesty International in den Niederlanden teil.
Foto: Stephan Schraps/ddp
Ruslana Lyschytschko - hier zu sehen mit Sänger Farhad Darya - gewann für die Ukraine den Eurovision Song Contest 2004 in Istanbul mit dem Titel "Wild Dances". Song und Performance gefielen: Die ukrainische Sängerin erhielt aus 35 der 36 Teilnehmerländer Punkte. 2006 tourte sie durch Deutschland. 2008 veröffentlichte sie daraufhin das Album "Wild Energy" in Deutschland, zahlreichen anderen europäischen Ländern sowie in Kanada.
Die irische Folkloregruppe Riverdance war gar kein Teilnehmer beim ESC. Trotzdem gelangte die Gruppe zu internationalem Erfolg, weil sie 1994 für sieben Minuten als Pausenfüller auftrat. Daraufhin füllten sich Hallen in Europa und ab 1996 in den USA, wenn Riverdance abendfüllend aufgeführt wurde.