Endesa-Übernahme: Spanische Behörden geben grünes Licht für E.ON
zuletzt aktualisiert: 28.07.2006 - 11:33Düsseldorf / Madrid (dto). Nach monatelangen Diskussionen darf der Düsseldorfer Energiekonzernn E.ON den spanischen Energieversorger Endesa übernehmen. Die spanische Energieaufsichtsbehörde CNE hat die Übernahme unter Auflagen genehmigt, sagte ein Vertreter der spanischen Regierung.
E.ON bestätigte mittlerweile die Genehmigung. Demnach müsste E.ON unter anderem etwa 7.600 Megawatt der Erzeugungskapazität von Endesa in Spanien abgeben. Das entspricht laut spanischen Zeitungsberichten30 bis 35 Prozent der Endesa-Kapazität in Spanien beziehungsweise 40 Prozent der Stromproduktion des spanischen Konzerns in seinem Heimatland. E.ON kündigte an, nach Erhalt der Entscheidung die Auflagen im Einzelnen zu prüfen, "sieht jedoch für die bislang bekannten Auflagen keine Berechtigung und behält sich rechtliche Schritte ausdrücklich vor".
E.ON hatte im Februar ein 29-Milliarden-Euro-Übernahmeangebot für Endesa veröffentlicht. Nach der Zahlung einer Sonderdividende des spanischen Unternehmens hatte der Düsseldorfer Strom- und Gasversorger seine Offerte aber Anfang Juli auf knapp 27 Milliarden Euro gesenkt. Die EU-Kommission hatte die geplante Übernahme bereits Ende April ohne Auflagen genehmigt.
Verkauft werden müssen den Berichten zufolge zudem unter anderem ein Kernkraftwerk, das Stromgeschäft auf den spanischen Inseln und die Stromerzeuger, die mit subventionierter spanischer Kohle betrieben werden. Der Endesa-Hauptsitz müsse für zehn Jahre in Spanien angesiedelt sein. Der Regulierer behalte sich außerdem das Recht vor, die Bedingungen zu überarbeiten, sollte ein drittes Unternehmen mehr als 50 Prozent an E.ON kaufen.
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