Pooth-Affäre: Sparkasse: Politiker wollen klaren Kurs
VON MATTHIAS ROSCHER - zuletzt aktualisiert: 20.06.2008 - 17:21Düsseldorf (RPO). Die Mitglieder des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse bleiben offensichtlich bei ihrem bisherigen Kurs, im Skandal um die Kreditvergabe an Franjo Pooth konsequent reinen Tisch zu machen.
Im Hauptausschuss, vergleichbar mit dem Präsidialausschuss eines Aufsichtsrates, wurden gestern die weiteren Schritte diskutiert. Danach ist mit dem Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in der kommenden Woche zu rechnen.
Unter den politischen Parteien besteht nach Informationen unserer Zeitung Einigkeit darüber, dass den Abfindungsforderungen der fristlos entlassenen Vorstandsmitglieder Heinz Martin Humme und Karl-Heinz-Stiegemann nicht nachgegeben werden soll. „Das können wir uns im Interesse der Glaubwürdigkeit gegenüber unseren Kunden nicht leisten”, sagte ein Ausschussmitglied.
In der kommenden Woche sollen die Weichen für die personellen Entscheidungen an der Spitze der Stadtsparkasse gestellt werden. Wahrscheinlich ist, dass an die Seite der Vorstände Peter Fröhlich, Thomas Boots und Bernd Eversmann bald zwei weitere Vorstandsmitglieder rücken. Damit würde es nach der Pensionierung von Eversmann in zwei Jahren weiterhin einen vierköpfigen Sparkassenvorstand geben.
Das Aufsichtsgremium der Sparkasse will mit raschen Personalentscheidungen ein drohendes Eingreifen der Bankenaufsicht vermeiden. Sie müsste ein drittes Vorstandsmitglied für den Fall bestellen, wenn Eversmann vorzeitig aus den Diensten der Sparkasse ausscheidet. Zur Zeit wird geprüft, ob auch er im Fall Pooth Verantwortung mit trägt. Heinz-Martin Humme wollte zu Informationen, dass er einen neuen Job habe, keinen Kommentar abgeben.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





