Keine Auswirkung auf Stadtplanung: SPD: „Schon jetzt für Kaserne planen“
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 24.01.2008 - 08:16Düsseldorf (RPO). Die Pläne der Bundeswehr, die Bergische Kaserne bei Hubbelrath erst 2012 zu schließen, hat für die Stadtentwicklung von Düsseldorf nach Meinung der SPD keine großen Nachteile. Ursprünglich wollte die Bundeswehr die Kaserne schon 2008 schließen. Diese vier Jahre Übergangsfrist „können aber schon genutzt werden, um Pläne für neue Wohnviertel auf dieser Fläche zu erarbeiten“, erklärte SPD-Ratsherr Rudi Voller. Wenn dann die Kaserne aufgegeben werde, könnten ohne große Verzögerung neue Wohnhäuser hochgezogen werden.
Stadtplaner und Ratsfraktionen sind sich einig, dass das Areal für die Erweiterung der Siedlung Knittkuhl und für ein Abrunden der Wohnstraßen am Rotthäuser Weg und in der Stratenhofsiedlung genutzt werden soll. Denn Wohnraum sei in der Stadt gefragt.
Allerdings sieht Voller keinen großen Zeitdruck, weil zurzeit noch Reserveflächen zur Verfügung stünden. Zuerst könnten die Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Reitzensteinkaserne in Mörsenbroich hochgezogen werden. Und in der Siedlung am Quellenbusch im südlichen Gerresheim, für die bereits Baurecht besteht, gebe es noch viele Grundstücke zu vergeben. Das Angebot fürs Wohnen in Düsseldorf sei zurzeit noch ausreichend, so Voller.
Sportplätze nutzen
Der Hubbelrather Ortsverband der CDU bedauert dagegen, dass die Bundeswehr erst vier Jahre später wegzieht. Denn der Ortsteil Knittkuhl müsse dringend erweitert werden, damit er attraktiv und lebendig bleibe. Es fehlten beispielsweise auch Sportplätze für die Vereine, die auf dem neuen Areal eingerichtet werden sollten. Die CDU hofft, dass die Vereine in der Zwischenzeit bis 2012 auf den Sportanlagen der Bundeswehr spielen könnten.
Davon geht auch Voller aus und sieht sogar noch Vorteile. Denn die Sportanlagen würden von der Bundeswehr beaufsichtigt und gepflegt, die Vereine hätten weniger Arbeit.
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