Untersuchung durch Restaurierungszentrum: SPD will den Marstallgiebel erhalten
VON JÖRN TÜFFERS - zuletzt aktualisiert: 23.05.2007 - 08:38Düsseldorf (RPO). Die SPD setzt sich für den Erhalt des ehemaligen Marstallgiebels ein. Sie will, dass er durch das Restaurierungszentrum untersucht wird. Die Stadtverwaltung soll dem Kulturausschuss nach der Sommerpause im August eine Schätzung vorlegen, wie viel eine Restaurierung kosten würde.
Außerdem soll geprüft werden, ob Pläne, die Orangerie von Wilhelm Kreis in der Nähe des Schlosses Jägerhof wieder aufzubauen und den Giebel dort zu integrieren, verwirklicht werden können. Auch dafür möchte die SPD die Kosten wissen.
Drei barocke Marstallgiebel ließ Kurfürst Jan Wellem um 1763 für das Pempelforter Jagdzeughaus von Schloss Jägerhof anfertigen. 1910 musste das Gebäude wegen Parzellierung des Gartens weichen, die Holzschnitz-Kunstwerke zogen um zur Jägerhof-Orangerie. Sie verbrannte in der Düsseldorfer Bombennacht vom 11./12. Juni 1943. Einer der Giebel wurde unversehrt aus den Trümmern geborgen und gelangte über Schloss Eller nach Schloss Benrath.
Auch Architekturprofessor Klaus Pfeffer kämpft für die Restaurierung des Marstallgiebels. Er mobilisierte den Initiativkreis Kultur und veröffentlichte ein Büchlein. Sein Untertitel „Aufruf zur Rettung“ prangert eine dramatische Entwicklung an. Wenn nicht sofort etwas geschähe, warnt der Professor für Baukultur und Denkmalpflege, sei der unwiderrufliche Zerfall des Kunstwerks nicht mehr zu stoppen.
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