Düsseldorfer Gesundheitsamt: Stadt hat Schweinegrippe im Blick
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 07.05.2009 - 12:28Düsseldorf (RPO). Das Düsseldorfer Gesundheitsamt will die Einreise-Karten für Passagiere, die aus von Schweinegrippe stark betroffenen Ländern wie Mexiko, USA und Kanada in der Landeshauptstadt landen, außer in Deutsch und Englisch in weiteren Sprachen verteilen.
"Wenn nötig, drucken wir sie auch auf Chinesisch", sagte der zuständige Beigeordnete Wilfried Kruse vor dem Gesundheitsausschuss. Laut Heiko Schneitler, Leiter des Gesundheitsamts, ist vor allem bei Passagieren aus dem russischsprachigen Raum die Kommunikation schwierig.
Auf den Karten müssen Passagiere aus besagten Ländern unter anderem ihre Namen und Heimat-Adressen angeben. "Wird bei einem Passagier Schweinegrippe diagnostiziert, erleichtert uns das, gefährdete Mitreisende zu informieren", so Schneitler. Seine Behörde ist mit bis zu zwölf Ärzten am Flughafen im Einsatz.
Klagt ein Passagier über typische Symptome, kann er sofort untersucht und behandelt werden. Solche engmaschigen Kontrollen gibt es an anderen europäischen Drehkreuzen wie London nicht. Kruse präsentierte dem Gremium aktuelle Zahlen. Demnach gab es bis gestern Nachmittag weltweit 1426 bestätigte Fälle, die meisten in Amerika, 125 in der EU, neun in Deutschland. "Besorgnis erregend ist, wie schnell sich dies Zahl der Fälle erhöht", sagte Kruse. So seien innerhalb von 24 Stunden weltweit 441 bestätigte Fälle hinzugekommen.
"Das Wichtigste ist, dass die Krankenhäuser auf eine Pandemie vorbereitet sind", so Schneittler. Eine Ausbreitung der Grippe bedeute nicht nur mehr Patienten, sondern auch weniger Personal, weil Mitarbeiter der Kliniken erkranken können. Allein für sie hat Schneitler einen Bedarf von 100 000 Atemschutzmasken ausgerechnet. "66 000 haben wir in unserem Amt."
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