Düsseldorf: Stadt lehnt Krefelder Kohlekraftwerk ab
VON JÖRN TÜFFERS - zuletzt aktualisiert: 19.09.2010 - 12:42Düsseldorf (RPO). Die Stadt Düsseldorf hält an ihren Bedenken gegen den Neubau eines Kohlekraftwerks in Krefeld fest. Die Befürchtung: Das Kraftwerk konterkariere die Bemühungen der Stadt, die Belastung durch Feinstaub zu senken, sagte Umweltdezernentin Helga Stulgies (Grüne).
Diese Position vertritt die Stadt auch gegenüber der Bezirksregierung. Dort beginnt an diesem Montag der offizielle Erörterungstermin zum Kraftwerk in Krefeld.
Im März 2008 hatte die Firma Trianel die Errichtung eines Kohlekraftwerks im Bereich des "Chemparks" Krefeld-Uerdingen beantragt. Die neue Anlage soll unter anderem die Unternehmen im Bereich des Chemieparks mit Energie und Dampf versorgen.
Im Zusammenhang des Genehmigungsverfahrens wurde die Landeshauptstadt mehrfach beteiligt. Fachleute der Stadtverwaltung haben die vorgelegten Antragsunterlagen gesichtet und auf Auswirkungen auf das Stadtgebiet geprüft.
Das Ergebnis: Das Papier gibt keine verlässlichen Informationen über die in Düsseldorf zu erwartenden Feinstaub-Niederschläge durch die Kolhleanlieferung im Krefelder Hafen.
Nach Aussage von Helga Stulgies besteht daher weiter Anlass zur Sorge, dass die von einem neuen Kraftwerk ausgehende zusätzliche Luftbelastung die Luftqualität in Düsseldorf verschlechtern könne, besonders durch den Anstieg von Feinstaub und Stickstoffdioxid. "Wenn dadurch die Ziele unseres Luftreinhalteplans nicht erreicht werden können, wären zusätzliche Maßnahmen auf Düsseldorfer Stadtgebiet die Folge", kündigt die Umweltdezernentin an.
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