Düsseldorf: Stadt prüft Zuschüsse für Profivereine
VON UWE REIMANN - zuletzt aktualisiert: 06.04.2010 - 07:41Düsseldorf (RPO). Die Stadt will endgültig klären lassen, was die finanzielle Unterstützung von Profivereinen der Landeshauptstadt wirklich bringt. Deshalb hat sie bei Wirtschaftsprüfern und Marketing-Experten ein Gutachten in Auftrag gegeben, das prüfen soll, welchen Mehrwert die Profi-Vereine für die Stadt Düsseldorf bringt. Im Juni soll feststehen, welche Profisportvereine wie unterstützt werden und was sie in einer Plus-Minus-Rechnung der Stadt nutzen.
Die DEG Metro Stars verabschiedeten sich am Wochenende sang- und klanglos aus den Play-offs. Die HSG verlor wieder, wird es wie die Giants nach erneuter Niederlage gegen Berlin sehr schwer haben, die Klasse zu halten. Und trotzdem werden die Düsseldorfer Profi-Vereine im Eishockey, Handball, Basketball, Tischtennis und Fußball mit öffentlichen Finanzzuschüssen und Mieterlassen unterstützt.
Bis Sommer soll Klärung her, wie lange noch und mit wie viel Geld der Profisport gestützt werden soll. Das hatte der Beirat der Sportagentur im Februar beschlossen. Ob im Sommer nach möglichen Abstiegen die HSG und die Giants überhaupt noch erstklassig sind, wird ebenfalls entscheidend für ein weiteres finanzielles Engagement sein.
Skepsis in der CDU
FDP-Ratsfrau und Sportausschussvorsitzende Monika Lehmhaus hatte stets betont, wenn die Stadt Spitzen-Profisport wolle, dann müsse sie sich das auch was kosten lassen. In der CDU-Fraktion im Sportausschuss wächst die Skepsis, ob man denn das Geld zahlen solle, wenn das sportliche Ergebnis nur noch zweitklassig ist. Sportpolitiker Stephan Friedel sagte jüngst, er habe die Profisport-Unterstützung schon immer kritischer gesehen als der Rest seiner Fraktion, und fühle sich jetzt in seiner Skepsis bestätigt.
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