Apollo mit neuer Show: Starandrang am roten Teppich
VON ANNA WESOLOWSKI - zuletzt aktualisiert: 09.04.2008 - 11:49Ein Hauch von Glamour hielt am Dienstagabend im Roncalli´s Apollo Varieté Einzug. Zahlreichen deutschen Prominenten stockte ebenso wie den restlichen 500 Besuchern während des neuen Programms der Atem. „Schau-Bühne“ ist mysteriös und unterhaltsam zugleich und verspricht ein Erfolg zu werden.
Eigentlich hätten ja die Artisten auf der Bühne auf der Pressepremiere des neuen Bühnenprogramms im Mittelpunkt stehen sollen, doch eine Frau stahl ihnen die Show: Verona Pooth. Der TV-Star wurde schon am roten Teppich mit Spannung erwartet. Medienwirksam posierte sie für die Kameras, gab Autogramme und lächelte tapfer. Fragen, zu ihrem Mann Franjo, der vor kurzem erst ein Geständnis zu dem Bestechungsverdacht ablegte, schmetterte sie ab. Sie sei privat hier und wolle einfach nur die Show genießen.
Fast war es, als hätte Moderator des Abends André Eisermann nur an Verona Pooth gedacht, als er eines seiner Lieder anstimmte: „Wer träumt nicht einmal davon, dem Alltag zu entfliehen?“ Und nirgends könnte das besser gelingen, als in Düsseldorfs beliebtem Varieté Theater. Kaum passiert man die Türen, taucht man ein, in eine andere Welt. Der Duft von Popcorn und Zuckerwatte, die nach der Show auch genascht werden durften, ließ tatsächlich Jahrmarktsflair bei den Besuchern aufkommen.
Auch bei den Stars, die offenkundig ebenso Fan des Apollos sind. „Ich liebe die Atmosphäre dieses Theaters. Selbst beim vierten Mal lass ich mich immer noch in den Bann der Schausteller ziehen und bin wieder begeistert von der Darbietung“, so Olivia Klemke, bekannt als Franziska Gellert aus der Daily Soap „Unter Uns“. Neben ihr waren noch weiter Sternchen aus dem deutschen Fernsehen gekommen, um das „Kuriositätenkabinett“ zu bestaunen.
Marianne Rogée von der Lindenstraße, Jo Weil mit Kollegin Romina Becks aus „Verbotene Liebe“, Telenovela-Star Kerstin Gähte mit Familie und Sänger Bert Berger sahen unter anderem zu, wie Hugo Zamoratte sich in eine winzige Flasche zwängt, indem er sich die Gelenke auskugelte. Bei jedem Knacken ging ein Raunen durch den Saal, ebenso bei Strommann Biba, der Strom durch seine Hand leitet und so eine Bockwurst zum Kochen brachte.
Handstandkünstler Gunnar Erik, Trapeztänzerin Empress Stah und Schwertschluckerin The Beautiful Jewels ließen den ein oder anderen Gast den Atem anhalten. Liebling des Publikums war aber eindeutig Bauchredner Georg Schlick, der gleich in mehr als fünf Tonlagen mit seinem Bauch reden konnte. Mysteriös dagegen kam Jan Becker daher. Mit ihm sprang das Apollo Theater auf die „Mentalisten“-Welle auf.
Innerhalb von wenigen Sekunden entlockte er den Zuschauern private Details bis hin zur PIN-Nummer durch Gedanken lesen und versetzte sogar Leon Reichert und fünf weitere Freiwillige in Hypnose. „Das war garantiert nicht abgesprochen und auch kein Trick dahinter“, versicherte der Schauspielersohn, der selbst eigentlich nicht an übersinnliche Fähigkeiten glaubt. Wie Becker das anstellt, wird wohl sein Geheimnis bleiben, aber manchmal möchte man eben doch zu gerne an Zauberei glauben.
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