Verkaufsoffener Sonntag: Start zum Einkaufs-Marathon
VON UWE REIMANN - zuletzt aktualisiert: 06.10.2007 - 09:18Am Sonntag ist der erste von vier verkaufsoffenen Sonntagen bis Weihnachten. Von 13 bis 18 Uhr sind die Geschäfte geöffnet, vor allem in der Innenstadt. Der Handel hofft auf kauflustige Kunden,das vierte Quartal ist das wichtigste.
Düsseldorf steht vor einem langen Herbst- und Weihnachtsgeschäft, das sich über drei Monate strecken wird. Mit dem kommenden verkaufsoffenen Sonntag (13 bis 18 Uhr) beginnt der Marathon, gespickt mit zwei weiteren Kauf-Sonntagen am 4. November und 2. Dezember (1. Advent).
Hinzu kommen die vier Adventssamstage mit verlängerten Einkaufszeiten. Zu guter Letzt haben sich die Düsseldorfer Kaufleute dafür entschieden, den gesetzlich möglichen vierten verkaufsoffenen Sonntag auf den 28.Oktober zu legen. Der Grund: Die Kunststoffmesse K schwemmt Messebesucher in die Stadt. Bei der letzten K im Jahr 2004 waren es mehr als 230.000 Auswärtige.
„Wir setzen sehr stark auf die verkaufsoffenen Sonntage und die Zeit bis Weihnachten“, sagt denn auch die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes, Waltraud Loose. Manche sind noch mutiger: „Ich denke, der 2.Dezember muss ein Knaller werden“, sagt Dirk Henckel, Geschäftsführer von Saturn im Sevens. Verkaufsoffener Sonntag am ersten Adventswochenende, das habe es in sich.
Doch er warnt auch. Wegen der Mehrwertsteuererhöhung in diesem Jahr hätten die Kunden im vergangenen Weihnachtsgeschäft noch mal kräftig zugeschlagen. Dieses Ergebnis könne man kaum übertreffen, da die letzten drei Monate das insgesamt verhaltene Geschäft in diesem Jahr kaum ausgleichen können. Für die Händler an der Schadowstraße wird es außerdem das letzte Weihnachtsgeschäft ohne Baustelle sein - erst Anfang 2008 starten die Arbeiten für die Wehrhahnlinie, die die Geschäfte beeinträchtigen werden.
Waltraud Loose mag dem zustimmen, hofft aber. „Es lässt sich mit dem vierten Quartal, das das wichtigste ist, viel herausholen.“ Vor allem Textilien sind zu haben. „Düsseldorf ist Modestadt. Rund 40 Prozent ist Textil inklusive Schuhe und Leder. Da sollten Mäntel und Jacken jetzt zum Herbstauftakt endlich ihre Käufer finden“, meint Loose. Katrin van der Eerden von der Geschäftsleitung Carsch-Haus ist vor allem froh, dass der Käufer eine einheitliche und einprägsame Formel präsentiert bekommt: verkaufsoffene Sonntage bis Jahresende immer am ersten Sonntag im Monat. Dazu noch der 28.Oktober. Für den kommenden ersten Kauf-Sonntag erwartet sie einen „starken Tag“. Mit den Mitarbeitern sei geregelt, dass „nicht jeder an allen vier Sonntagen arbeiten muss“.
Ihr Kollege Lothar Mildebrath vom Kaufhof an der Kö sieht rosige Aussichten für Sonntag: letzter Ferientag, warmes Wetter und Monatsanfang mit vollen Geldbeuteln. Er schätzt, dass in den fünf Stunden von 13 bis 18 Uhr durchaus die Menge Kunden kommen wird, die sonst an einem zehn-Stunden-Tag über die Pforte des Kö-Kaufhof geht. Trotz der Zuschläge für die Mitarbeiter lohne sich natürlich ein solcher verkaufsoffener Sonntag.
Immerhin kommen viele Kunden aus der Region und aus dem Ausland. „Wir hoffen jetzt zum Auftakt mit den verkaufsoffenen Sonntagen auf vielleicht noch mehr Besucher aus dem Benelux-Raum“, sagt Christof Sattler, Geschäftsführer von Karstadt.
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