Sperrung des Nördlichen Zubringers: Staufalle am Mörsenbroicher Ei
VON JAN WIEFELS UND CHRISTIAN HERRENDORF - zuletzt aktualisiert: 21.07.2010 - 07:17Düsseldorf (RPO). Die Sperrung des Nördlichen Zubringers verursacht Staus rund um das Mörsenbroicher Ei. Die Situation werde sich entspannen, sobald sich die Autofahrer an die neue Situation gewöhnt haben, sagt die Stadt. Indes wird Kritik an der Beschilderung laut.
Seit Samstagabend ist der Nördliche Zubringer stadtauswärts gesperrt – was Dienstag und am Montag ab dem Nachmittag zu Staus rund um das Mörsenbroicher Ei geführt hat. Die Sanierung war auf die Sommerferien terminiert worden, da dann weniger Autofahrer unterwegs sind. Die Staus werden nach Ansicht der Stadt in den nächsten Tagen abnehmen. "Wenn sich die Verkehrsteilnehmer an die neue Verkehrsregelung gewöhnt haben, wird sich die Lage entspannen", sagte gestern Stadtsprecher Manfred Blasczyk.
Das Düsseldorfer Amt für Verkehrsmanagement saniert auf dem Verbindungsstück zwischen Mörsenbroicher Ei und A 52 die Fahrbahn. Dort wird der in Düsseldorf entwickelte lärm-optimierte Asphalt verlegt und die Fahrbahn verbreitert. Während der kompletten Bauzeit bis Ende August wird der Zubringer in Fahrtrichtung stadtauswärts gesperrt. Davon betroffen sind insbesondere die Pendler, die aus dem Ruhrgebiet in die Landeshauptstadt kommen und abends Richtung Essen, Bochum und Dortmund wollen.
Dauer Der Nördliche Zubringer ist stadtauswärts gesperrt. Voraussichtlich ab Sonntag, 29. August, soll der Verkehr wieder rollen.
Wo Betroffen ist der Nördliche Zubringer zwischen Mörsenbroicher Ei und der A52.
Auswirkungen Der Vogelsanger Weg ist eine Sackgasse. Keine Durchfahrt gibt es von der Münsterstraße zum Nördlichen Zubringer Hausnummer 15 (Carglas).
Grund 31 550 Quadratmeter Fahrbahnfläche werden erneuert. Flüsterasphalt wird aufgetragen.
Kosten Rund drei Millionen Euro
Als Alternative zum gesperrten Zubringer empfiehlt die Stadt Autofahrern zwei Umleitungen. Auf diese werde ausreichend mit Schildern hingewiesen. Das sehen allerdings nicht alle Autofahrer so. "Es sind zwar Hinweisschilder aufgestellt, die auf die Sperrung des Nördlichen Zubringers hinweisen, vernünftige Alternativen oder Umleitungen werden aber nicht angegeben", schildert RP-Leser Walter Ballo.
Und auch ein anderer Aspekt sorgt für Verärgerung: Wer Pech hat und bei der der Fahrt über die B8 auf die A52 schon im Stau gestanden hat, fährt kurze Zeit später möglicherweise in den nächsten Stau. In dem Bereich der Anschlussstelle Tiefenbroich auf der A52 ist in Fahrtrichtung Essen ein Fahrstreifen gesperrt, dementsprechend wächst insbesondere zu Stoßzeiten die Staugefahr.
"Anzunehmen, dass so wenig Verkehr herrscht, dass man zwei Baustellen kombinieren kann, wie es jetzt der Fall ist, ist wohl absolut weltfremd", beschwert sich Ballo. Bei "Straßen.NRW", zuständig für die Baustelle auf der A52, heißt es, dass man sich im Vorfeld mit der Stadt abgesprochen habe. "So etwas kommt nicht unerwartet. In die Planungen werden immer die jeweilige Stadt, die Bezirksregierung und die Polizei einbezogen", sagte "Straßen.NRW"-Sprecher Bernd Löchter.
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