Hat Monkey’s Island eine Baugenehmigung?: Streit um Affeninsel geht vor Gericht
VON STEFAN FELTEN - zuletzt aktualisiert: 12.06.2006 - 08:51Düsseldorf (dto). Nach dem dritten Anlauf der Stadt, die Betreiber von Monkey’s Island dazu zu bewegen, die Spitze der Speditionstraße zu räumen, gibt es an diesem Montag neuen Termin vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht. Am 12. Juni soll es darum gehen, ob die Affeninsel überhaupt eine gültige Baugenehmigung für das Grundstück hat. Unterdessen wird die Unterstützung für ein Bleiberecht des Affen bis zum Beginn der Bauarbeiten für das dort geplante Hotel immer größer, auch bei Düsseldorfer Prominenten.
Die Stadt hatte ihren dritten Anlauf zur Schließung um Monkey’s Island Mitte Mai genommen. Die Strandbar an der Speditionstraße im Hafen solle schließen, weil eine bis Ende 2003 befristet erteilte Baugenehmigung nicht verlängert worden sei und nunmehr nicht mehr bestehe. Aber der Anwalt der Betreiber erklärte, man habe ein Schreiben der Stadt Düsseldorf, aus dem hervorgeht, dass die Behörde die nicht verlängerte Genehmigung als nicht problematisch ansehe. „Es wundert schon, dass sich seit eineinhalb Jahren niemand an einer angeblich fehlenden Baugenehmigung gestört hat und das erst jetzt vorgebracht wird“, findet Rainer Wengenroth, einer der Betreiber.
Vor Gericht könnte es am 12. Juni auch um die Möglichkeit einer gütlichen Einigung gehen, so ein Sprecher der Gerichtes gegenüber RP Online. Angeblich habe auch die Stadt Gesprächsbereitschaft signalisiert, heißt es von verschiedenen Seiten hinter vorgehaltener Hand. Mittlerweile ist es bereits die zweite Kammer des Verwaltungsgerichtes, die sich mit dem Affentheater beschäftigt. Den Konzessionsentzug des Ordnungsamtes, gegen den die Betreiber Widerspruch eingelegt hatten, wurde vom Gericht bereits mit einer vorläufigen Eilentscheidung kassiert. Ein Verhandlungstermin dafür steht noch nicht fest. Und auch das Landgericht wird sich am 11. November mit der Kündigung des Mietvertrages zum 1. März 2006 beschäftigen.
Mittlerweile haben sich auch viele Düsseldorfer Prominente mit ihren Unterschriften dafür eingesetzt, dass Monkey’s Island bis zum Beginn der Hotelbauarbeiten bleiben kann. Unter ihnen finden sich so klangvolle Namen wie Campino, Klaus Maria Brandauer, Gabriele Henkel, Jörg Immendorff oder John Malkovich, teilte Monkey’s Island am Mittwoch mit. Insgesamt hätten bereits 3.000 Unterzeichner von Oberbürgermeister Joachim Erwin und der Stadt gefordert „Monkey’s muss bleiben, bis der Bagger kommt.“
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