Neues Konzept: Streit ums Wassertaxi steuert in letzte Runde
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 20.04.2007 - 08:11Düsseldorf (RPO). Der Streit um den Betrieb von zwei so genannten Wassertaxis auf dem Rhein ist noch nicht zu Ende. Weiße-Flotte-Chef Michael Küffner war gestern beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) in Köln und hat dort sein Konzept vorgestellt, mit dem er die beiden Boote betreiben möchte. Küffner danach: „Man will das nun prüfen und mir dann Bescheid geben!“ Er selbst glaubt aber nach eigenen Angaben nicht, dass die Behörde ihre vor rund einer Woche erlassenes Verbot widerruft.
Wie berichtet, hatte das Wassertaxi, das am Osterwochenende erstmals gestartet war, bereits nach wenigen Tagen wieder festmachen müssen. Die Wasserschutzpolizei hatte es im Auftrag des WSA aus Sicherheitsgründen stillgelegt. Begründung: Nach der Verordnung für Taxiboote ist es nicht zulässig, mit einem Außenborder auf dem Rhein Personen zu befördern.
Stahl statt Holz
Außerdem, so ein Sprecher der Behörde, müssten die Boote einen Rumpf aus Stahl haben, was ebenfalls nicht gegeben sei - sie sind tatsächlich hauptsächlich aus Holz. Küffner hatte dem entgegen gehalten, seine Boote seien nach der Sportbootvermietungsverordnung auf dem Wasser, und das sei rechtens. Er verchartere sie zeitweise an Interessenten. Das Wasser- und Schifffahrtsamt wird seine Entscheidung in Abstimmung mit der übergeordneten Behörde in Münster fällen. Küffner wird also bei einem negativen Bescheid nicht eine „höhere Instanz“ anrufen können.
Sollte das Verbot bestehen bleiben, so werde er sich damit abfinden, den Betrieb nicht wieder aufnehmen zu können. Für Küffner ist das Verbot weiterer Beweis einer Bürokratie, die neuen Ideen ablehnend gegenüber steht.
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