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Studenten haben radikale Ideen für den Kö-Bogen

VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 09.08.2008 - 10:23

Düsseldorf (RPO). Der Ausblick auf die Gestaltungsmöglichkeiten des neuen Kö-Bogens ist durch die Vorgaben der Stadt verstellt. Davon sind die Initiative Forum Kö-Bogen und die Architektenkammer überzeugt. „Aber jetzt sind neue Sichtfenster geöffnet worden“, sagte Hartmut Miksch, Präsident der Architektenkammer, sichtlich erfreut über die vielen guten Ideen, die Architektur-Studenten geliefert hatten.

Auf dem Jan-Wellem-Platz sollen zwei Neubauten entstehen.  Foto: RP: Busskamp
Auf dem Jan-Wellem-Platz sollen zwei Neubauten entstehen. Foto: RP: Busskamp

Insgesamt sieben Hochschulen sind der Bitte des Kö-Forums gefolgt und hatten das Thema Kö-Bogen als Aufgabe für Diplom- und Semesterarbeiten gestellt. Eine Auswahl der besten Arbeiten von drei Hochschulen sind jetzt im Haus der Architekten, Zollhof 1, ausgestellt. Die anderen Hochschulen präsentieren sich im Oktober.

Mehr Platz am Hofgarten

„Ein übereinstimmendes Merkmal sind die fließenden Übergänge von der Stadt zum Hofgarten“, nennt Miksch einen Trend. Die Studenten sehen mehr Platz für Grünflächen am Teich vor. Typisch ist der Vorschlag von Nilay Altay und Maximilian Behr, die eine Art Freitreppe planen. Die beiden halten sich mit ihren Ideen im Rahmen der gängigen Vorgaben, „andere setzen sich radikal über die bisherigen Ansichten hinweg“, sagt Architekturprofessor Gerhard Curdes, Sprecher des Kö-Forums.

Ein gläserner Turm auf dem Ananasberg als Blickpunkt von der Kö aus gehört dazu ebenso wie ein flaches, wellenförmig verschlungenes Gebäude in vielen Schichten vor dem Weiher, das sogar den Tausendfüßler miteinbezieht und so eine Verbindung zwischen Opernhaus und Gründgensplatz schafft. Diese außergewöhnlichen Ideen sind nicht unbegründet, „alle Studenten haben sich intensiv mit der Stadt auseinandergesetzt“, so Curdes. Ulf Stelte von der RWTH Aachen sieht die Hochhäuser als Markenzeichen von Düsseldorf. „Ich habe daher die Stadtsilhouette auf dem Jan-Wellem-Platz mit Hochhäusern aufgelockert und der Johanneskirche einen Rahmen gegeben“, erklärt er seinen Entwurf.

Die vielen neuen Ideen sollten die Diskussion um das Projekt Kö-Bogen noch einmal in Gang bringen, sagen Miksch und Curdes: „Die Bereitschaft bei den Politikern sollte größer werden, offen zu sein für andere Lösungen.“ So hätten auch eventuell überraschende Vorschlägen des europaweiten Vergabeverfahren eher eine Chance.

Ein Knackpunkt werde weiterhin der Verkehr sein: „Alle Studenten haben die Vorgaben der Stadt verworfen.“ -

Quelle: RP

 
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