Innenstadt: Tausende demonstrieren gegen Bildungspolitik
zuletzt aktualisiert: 05.05.2010 - 16:41Kurz vor der Landtagswahl haben tausende Schüler und Studenten in Düsseldorf erneut gegen die Bildungspolitik der Landesregierung protestiert. Sie fordern vor allem die Abschaffung der Studiengebühren.
Die Polizei zählte knapp 3000 Demonstranten. Die Veranstalter hatten mit rund 5000 Teilnehmern gerechnet. Das teilte das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) mit. Ein Großteil der Teilnehmer kam aus NRW-Hochschulstädten nach Düsseldorf. Um 11 Uhr sammelten sich rund 1300 Demonstranten zur Auftaktkundgebung vor dem Hauptbahnhof. Dort fehlte allerdings der Kundgebungswagen.
Ohne das Gefährt setzte sich der Demonstrationszug bis zur Friedrich-Ebert-Straße in Bewegung. Dort warteten die Demonstranten rund eine Stunde. Auch während des Wartens kamen Trillerpfeifen und Tröten zum Einsatz. Beliebtester Spruch der Protestierenden: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut.“ Gegen 12 Uhr begrüßte Andreas Jentsch, Asta-Vorsitzender der Heine-Universität, dort die Demonstranten bevor sich der Zug Richtung Landtag in Bewegung setzte.
Am Landtag trafen die Demonstranten gegen 13 Uhr auf weitere rund 1600 Teilnehmer der Bildungsstreik-Aktion. Die zentralen Forderungen der Demonstranten: Die Abschaffung der Studiengebühren, die Aufhebung des Abiturs nach 12 Jahren, eine Reform des Bachelor- und Master-Systems und längeres gemeinsames Lernen durch eine Schule für alle Kinder.
Mehrere hundert Teilnehmer zogen gegen 15 Uhr zur Abschlusskundgebung an die Bilker Arkaden. Dort behinderten einige der Demonstranten für kurze Zeit auf der Kreuzung Elisabethstraße/Bachstraße den Verkehr. Wegen dieser Aktion konnten auch die Bahnen 706 und 712 und die Busse 835 und 836 zwischenzeitlich nicht nach Plan fahren. Ansonsten sei die Demonstration friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Verkehrsbehinderungen habe es nur kurzzeitig gegeben.
Organisiert haben den Protestzug verschiedene Bildungsstreik-Bündnisse, Schüler- und Studentenorganisationen, Gewerkschaften und Oppositionsparteien.
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