Neues Konzept ging nicht auf: Taxi-Staus nach Feuerwerk
VON JAN SCHNETTLER UND JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 23.07.2007 - 08:07Düsseldorf (RPO). Probleme bei der Generalprobe für das neue Taxi-Konzept nach dem Feuerwerk: Neben Staus auf dem Rundkurs Heinrich-Heine-Allee, weist die Stadt 55 Taxifahrer in ihre Schranken. Sie hielten sich nicht an die Absprachen.
55 Ordnungswidrigkeitsverfahren, das ist die Bilanz des städtischen Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) nach der Generalprobe des neuen Taxi-Konzeptes in der Nacht zu Samstag. Entgegen der Absprachen zwischen Polizei, Stadt und Taxi-Innung hatten die Fahrer an den vorgesehenen Einstiegsplätzen Gäste herausgelassen. Andere wiederum trödelten am Aussteigeplatz an der Elberfelder Straße, um dort Fahrgäste einsteigen zu lassen.
Was war geschehen? Kurz nach 23 Uhr tummeln sich 680.000 Menschen an den Rheinufern und in der Altstadt. Nach Ende des Schützenfest-Feuerwerks strömt ein Teil der Masse Richtung Taxistände Heinrich-Heine-Allee und Bolker Kopf. Schon nach wenigen Minuten sind die Stellplätze leer, nur sporadisch füllen sie sich wieder. „Wir haben 95 Prozent unserer 1.351 Fahrzeuge im Einsatz“, sagt Magdalena Rüßeler von der Taxi eG. „Momentan scheinen alle belegt zu sein.“
Plötzlich staut sich der Verkehr auf der Heinrich-Heine-Allee und in der Elberfelder Straße. Einige Taxifahrer versuchen trotz Sperrung der Linksabbiegerspur den Bolker Kopf zu erreichen. Die Folge: Sie stehen im Stau. Ähnliche Szenen nur wenige Meter weiter. Autofahrer, die von der Oberkasseler Brücke kommen, werden von der Polizei stadteinwärts geschickt, Richtung Taxistände. „Für kurze Zeit haben wir an dieser Stelle das Abbiegen in die Maximilian-Weyhe-Allee untersagt“, erklärt Peter Heusgen, Leiter der Festplatzwache, „damit die Taxis in Richtung Bolker Kopf wenden konnten.“
Währenddessen sind 40 Mitarbeiter des OSD, elf Ordnnungskräfte der Taxi-Genossenschaft und 15Verkehrskadetten beschäftigt, Taxis per Funk von der Kunsthalle zum Bolker Kopf zu rufen, um dort Lücken zufüllen. Solange der Verkehr fließt, geht das Konzept auf. Vereinzelt müssen Fahrgäste allerdings warten. Altstadtbesucher Richard Ganzmann nimmt dies jedoch in Kauf. „Ich habe es mir schlimmer vorgestellt, als es ist.“
Dennoch gibt es Probleme: „Die Einstiegmöglichkeiten am Grabbeplatz werden nicht angenommen“, berichtet Stadtsprecher Manfred Blasczyk. „Die Besucher sind den Bolker Kopf gewöhnt.“ Eine Lösung muss zudem für den Verkehrsfluss auf dem neuen Rundkurs Heinrich-Heine-Allee her. In Höhe der Oper stehen die Taxis zeitweise Stoßstange an Stoßstange. Blasczyk: „Abhilfe könnte ein Parkverbot entlang des Hofgartens bringen.“
Gegen Mitternacht wird das Linksabbiegeverbot auf die Elberfelder Straße aufgehoben. Polizei, Stadt und Taxi-Genosssenschaft ziehen Bilanz: „Wir sind auf dem richtigen Weg, wissen um die Schwachstellen“, sagt Blasczyk. Rudolf Kämpfer von der Taxi eG: „Bis auf ein paar Kleinigkeiten, hat es gestimmt.“ Lösungen soll eine zweite Gesprächsrunde bringen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





