Handy in der U-Bahn: Telefonieren: drunter und drüber
VON JÖRN TÜFFERS - zuletzt aktualisiert: 24.02.2007 - 13:51Düsseldorf (RPO). In den U-Bahntunneln und an den zwölf unterirdischen Stationen ist seit gestern das Telefonieren mit dem Handy möglich. Damit hat die Rheinbahn eine Lücke geschlossen - in fünf Prozent des Schienennetzes fielen Fahrgäste bisher noch ins Funkloch. Für rund eine Million Euro hat der Mobilfunkanbieter Vodafone die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen.
Sie entsprechen dem Aufwand, der erforderlich war, um eine Stadt wie Ratingen ans Mobilfunknetz anzuschließen. Nach Angaben von Alexander Saul ist der Empfang nicht nur für Vodafone-Kunden möglich. Wer einen Vertrag mit einem anderen Netzbetreiber hat, kann nun auch störungsfrei in den Röhren telefonieren. Nur T-Mobile fehlt noch. Dies soll in den kommenden Tagen behoben werden, sagte der Leiter der Vodfone-Niederlassung West.
Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher ist überzeugt davon, dass der Lückenschluss „unseren Kunden angenehm erscheinen wird“. Auswärtige Messebesucher müssten sich nicht mehr wundern, weshalb sie keinen Handyempfang mehr haben, sobald sie einen unterirdischen Bahnhof betreten. In vielen deutschen und europäischen Großstädten ist es bereits üblich, in den U-Bahnen zu telefonieren. Berlin gehörte 1997 zu den Pionieren.
Knapp ein Jahr hat die Umsetzung des Projekts gedauert, sagte Saul gestern bei der Präsentation im Rheinbahn-Kundencenter im Bahnhof an der Heinrich-Heine-Allee. Mehr als zwölf Kilometer Glasfaserkabel wurden verlegt. 84Antennen und 17Zwischenverstärker wurden ans Netz genommen.
In den Planungen wurde die künftige Wehrhahnlinie berücksichtigt. Herzstück der Technik ist ein zuvor ungenutzter Kiosk am Nordbahnhof. Von dort aus wird der gesamte Mobilfunknetzverkehr abgwickelt.
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