Großeinsatz an der Pempelforter Straße: Terror-Angst: Koffer gesprengt
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 07.09.2007 - 21:25Düsseldorf (RPO). Ein herrenloses Gepäckstück löste am Freitag auf der Pempelforter Straße einen Großeinsatz der Polizei aus. Knapp zwei Stunden wurde der Bereich abgesperrt. Am Ende erwies sich der Koffer als harmlos.
Freitag Mittag, 14 Uhr an der Pempelforter Straße, vor dem Haus mit der Nummer 50: Passanten fällt ein Aktenkoffer auf, der unmittelbar an einem Auto auf der Straße abgestellt ist und offenbar niemandem gehört. Nach kurzer Zeit des Zögerns wird die Polizei informiert. Die Besatzung eines Streifenwagens begutachtet das Gepäckstück aus sicherer Entfernung und beschließt, kein Risiko einzugehen - Großeinsatz für weitere Beamte und Sprengstoffexperten.
Innerhalb von Minuten verwandelt sich die ansonsten lebhafte Straße zwischen Wehrhahn/Schadowstraße und Rochuskirche in eine gespenstische Szenerie. Keine Autos, keine Fußgänger, die Schüler des benachbarten Humboldt-Gymnasiums verlassen über den Hinterausgang ihre Schule, wer in seine Wohnung will, muss warten.
Schließlich nähert sich ein Spezialist im unförmigen Sicherheitsanzug: Die Montur - dick und sichtlich schwer mit einem gigantischen Helm - soll schützen, wenn eine Sprengladung hochgeht. Der Mann geht zu dem Koffer und durchleuchtet das Behältnis. Da das Ergebnis keine klare Entwarnung bringt, folgt nun der Einsatz einer speziellen Technik, die solche verdächtigen Gegenstände sprengt. Mit einem extrem hohen Wasserdruck wird der Koffer nun unter Beschuss genommen und zerlegt sich mit lautem Knall in hunderte Fetzen, die meterweit über die Straße wirbeln und schließlich im weiten Umkreis liegenbleiben.
Erst jetzt ist man sicher: Kein Sprengstoff, keine Gefahr, Fehlalarm. Dennoch werden die Reste des Koffers von Fachleuten der Polizei untersucht.
Der gesamte Einsatz dauert knapp zwei Stunden. Erst kurz vor 16 Uhr werden die Absperrungen aufgehoben und der Verkehr läuft wieder störungsfrei. Die Polizei wird später von einem Routineeinsatz sprechen, der bei verdächtigen Gegenständen dieser Art immer so ablaufe.
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