Fahne wurde nicht geduldet: Tibet-Flagge: Anfrage im Rat
zuletzt aktualisiert: 09.04.2008 - 12:09Anders als in vergangenen Jahren ist die Tibet-Flagge in diesem Jahr nicht am Rathaus gehisst worden. Vorgesehen war das ursprünglich am 10. März, dem Tibet-Gedenktag. Am 31. März, dem internationalen Tibet-Aktionstag, an dem in vielen deutschen Städten gegen das Vorgehen Chinas "Flagge gezeigt" wurde, verweigerte sich die Stadtspitze erneut. Nun stellt Grünen-Ratsfrau Marit von Ahlefeld dazu eine Anfrage in der nächsten Ratssitzung.
In rund 700 deutschen Städten werde aus Sympathie für die Politik des Dalai Lama und das tibetische Volk am 10. März die tibetische Flagge gehisst, seit zehn Jahren auch in Düsseldorf, heißt es in Ahlefelds Anfrage. Noch am 17. Februar sei dies auch im Ältestenrat in Aussicht gestellt worden, am 27. Februar jedoch nur noch die Standard-Beflaggung angeordnet worden. Ahlefeld will nun in der nächsten Ratssitzumg am 17. April von OB Joachim Erwin plausible Gründe dafür erfahren.
Eine Tibet-Flagge, die Pro-Tibet-Demonstranten in der Nacht zum 1. April am Jan-Wellem-Denkmal befestigt hatten, war am darauffolgenden Morgen von Rathaus-Mitarbeitern wieder entfernt worden. Stadt-Sprecher Kai Schumacher hatte erklärt, man habe die Meinung zu dem Thema überdacht und mische sich nicht ein.
Friedensaktivistin Barbara Gladysch hatte daraufhin den Jan-Wellem-Ring, der ihr 1997 von der damaligen OB Marlies Smeets verliehen wurde, im Rathaus unter Protest zurück gegeben. Die vor allem als Mit-Initiatorin der Gruppe „Mütter für den Frieden“ engagierte, ehemalige Sonderschullehrerin protestierte damit gegen das Verhalten des Oberbürgermeisters.
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