Softwarefehler: Ticket-Panne bei der Rheinbahn
zuletzt aktualisiert: 15.01.2008 - 14:12Pünktlich zum Jahreswechsel gingen der Rheinbahn ungewöhlich viele Schwarzfahrer mit abgelaufenem Monatsticket ins Netz. Zu unrecht, denn ein Programmfehler hat für Ärger bei den Fahrgästen gesorgt, die zunächst einmal alle eine Schwarzfahrer-Knolle bekamen.
Die Fahrgäste glaubten sich im Besitz einer gültigen Monatsfahrkarte, doch was sie nicht wussten: Der Chip auf der Karte war falsch programmiert und mit Beginn des Jahres abgelaufen. Das führte dazu, dass Kontrolleure ungewöhnlich viele „Schwarzfahrer“ erwischten. Insgesamt 10.000 von 250.000 Abonnenten waren betroffen, die plötzlich 40 Euro Strafe zahlen sollten.
Die empörten Fahrgästen stürmten daraufhin die Kundencenter der Rheinbahn. „Das waren so viele in so kurzer Zeit, da konnte irgendetwas nicht stimmen“, sagt Unternehmenssprecher Eckhard Lander. „Ursache für den vorzeitigen Ablauf der Abo-Tickets war ein Programmierfehler bei der Chipumstellung“, so Lander. Betroffen sind Monatsfahrkarten aller Aboserien. Ein Bearbeitungsfehler, mit dem laut Rheinbahn mittlerweile auch die Verkehrsunternehmen in Dortmund und Essen zu kämpfen haben.
Um den Fehler zu beheben, und Kunden zu erreichen, die den Fehler noch gar nicht bemerkt haben, mussten die Service-Mitarbeiter eine Extra-Schicht einlegen und die Kunden anschreiben. Der Patzer kostet neben dem enormen Bearbeitungsaufwand die Rheinbahn allein an Portogebühren etwa 5500 Euro.- RP ONLINE
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