Kö-Bogen: Trinkaus wehrt sich gegen Vorwürfe
zuletzt aktualisiert: 06.11.2008 - 07:19Düsseldorf (RPO). Nach dem für viele überraschenden Ausstieg aus dem Projekt Kö-Bogen hat das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt Kritik an seinem Vorgehen zurückgewiesen. Die Bank habe bis zuletzt alle Fürs und Widers abgewogen, sagte Vorstandssprecher Andreas Schmitz, „aber letztlich war das Risiko zu groß, der Preis zu hoch, und unsere Alternativen waren zu zahlreich“.
„Wer auf dem Höhepunkt des Immobilien-Marktes einen entsprechend hohen Kaufpreis zahlt, der zahlt vielleicht zu viel“, so Schmitz. Im Klartext: Die Banker an der Kö glauben, dass die Mietpreise in den nächsten Jahren sinken und der Mindestkaufpreis von 46 Millionen Euro sich im Nachhinein als zu hoch hätte herausstellen können.
Die Bank hat nun andere Optionen im Auge. Als eine davon wird das Dresdner-Bank-Gebäude in der Nachbarschaft gehandelt. Das Motiv für solche Annahmen: Nach der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank bräuchte das Institut seine Geschäftsräume nicht mehr. Aus Mitarbeiter-Kreisen der Bank heißt es allerdings, ein Auszug sei nicht geplant.
Weiterhin wird darüber spekuliert, dass Trinkaus trotzdem in den Kö-Bogen einziehen könnte – allerdings erst 2014 und dann als Mieter. „Ein Investor, der einen derart zahlungskräftigen Mieter wie Trinkaus hat, muss sich keine Sorgen um die Finanzierung machen“, heißt es in Immobilien-Fachkreisen. Und wenn die Bank in der City bleiben wolle, gebe es nicht allzu viele Alternativen. Die Bank selbst will möglichst bald (und das heißt bis 2011) eine Lösung für ihre Platzprobleme. Und nur wenn bis dahin keine brauchbare Immobilie gefunden werde, sei der Kö-Bogen noch eine Option, heißt es.
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