Luftqualität weiter schlecht: Umweltzone wird ab 1. März verschärft
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 14.01.2011 - 07:57Düsseldorf (RPO). Die Luftqualität in Düsseldorf ist nach wie vor schlecht. Die Grenzwerte für Stickstoff-Dioxid waren an den Messstellen Cornelius-Straße und Merowinger Straße um mehr als 50 Prozent höher als erlaubt. Statt des Jahresgrenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurden mehr als 67 Mikrogramm gemessen.
Der Tageshöchstwert von Feinstaub wurde an der Corneliusstraße von Januar bis einschließlich November 2010 an 40 Tagen überschritten, erlaubt sind 35 Überschreitungen. Diese Zahlen des Landesumweltamtes teilte die Umweltdezernentin Helga Stulgies dem Ausschuss für Umweltschutz mit.
Wegen dieser Überschreitungen ist die angekündigte Verschärfung der Umweltzone gerechtfertigt, habe die Bezirksregierung mitgeteilt. So werden ab 1. März keine Autos mehr in die Düsseldorfer Umweltzone fahren dürfen, die eine rote Plakette haben. Für Handwerksbetriebe sind noch Übergangsregelungen vorgesehen.
Die Landesregierung hält die Umweltzone für geeignet, die Schadstoffkonzentrationen in der Luft zu verringern, heißt es in einem Bericht für den Ausschuss. Nach den Erfahrungen in den Umweltzonen in Städten an Rhein und Ruhr sinke die Konzentration von Feinstaub um etwa zwei bis drei Mikrogramm, Stickstoff werde um ein bis zwei Mikrogramm reduziert.
Die Umweltzone ist ein Baustein im Luftreinhalteplan, der weit mehr Maßnahmen für bessere Luftqualität vorsieht. Dieser Luftreinhalteplan für Düsseldorf wird nach Aussage von Stulgies fortgeschrieben. Über eine Verschärfung werde mit der Bezirksregierung beraten. Dabei dürften nicht nur die Auswirkungen des Autoverkehrs beachtet werden, sondern alle Schadstoffquellen, forderte CDU-Ratsherr Rüdiger Gutt. Als Beispiel nannte er den Schiffsverkehr, "der für etwa zehn Prozent der Feinstaubbelastung in der City sorgt.
Dagegen muss das Land vorgehen", sagte er. Mit seiner Forderung nach einem Gesamtkonzept rannte er bei den anderen Fraktionen offene Türen. "Wir plädieren dafür schon seit langem", sagte SPD-Ratsherr Günter Wurm und regte ein gemeinsames Vorgehen an.
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