Feuerwehr informiert: Unfall CO-Pipeline: Schutz im eigenen Haus
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 20.11.2007 - 08:54Düsseldorf (RPO). Wenn bei Hubbelrath oder Angermund künftig einmal Sirenen heulen, könnte das einen Schaden an der CO-Pipeline bedeuten. Die Anwohner sollten dann möglichst schnell in den Häusern verschwinden sowie Fenster und Türen schließen, um sich gewissermaßen selbst zu retten. Dieses Szenario zeichnete gestern die Feuerwehr im Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen des Düsseldorfer Stadtrates. Die Grünen hatten wissen wollen, wie den Gefahren bei einem Leck oder einem Vollbruch der CO-Pipeline begegnet wird.
Die Sirenen sind nach Auskunft von Feuerwehr-Dezernent Hans-Georg Lohe wichtig, damit die Anwohner rechtzeitig gewarnt werden. Denn die Feuerwehr könne nicht schnell genug am Einsatzort sein. Bei einem Vollbruch der Leitung kann auch nach Auskunft der Bayer-Werke, die die Pipeline betreiben, der Austritt des Gases aus den Rohren nicht gebremst werden. Zwar würde etwa alle zehn Kilometer durch eine Schieber-Vorrichtung die Leitung abgesperrt werden, aber aus dem Rohr-Segment mit dem Schaden werde alles Gas ausströmen.
Wie stark die einzelnen Stadtteile betroffen sein werden, ist zurzeit noch unklar. „Das Unternehmen muss noch aussagekräftige Daten für den Alarm- und Gefahrenabwehrplan nachliefern“, sagte Lohe.
Die Kapazitäten der Düsseldorfer Feuerwehr für die Rettung im Notfall sind begrenzt. Nach den bisherigen Erfahrungen können etwa bis zu 50 Verletzte gleichzeitig am Unfallort behandelt werden. Aber auch das dauert eine geraume Zeit, weil Helfer aus der gesamten Stadt gebraucht werden und lange Anfahrtszeiten haben. Muss mehr Menschen geholfen werden, werden Feuerwehren aus den Nachbarstädten gerufen.
Allerdings besteht nach dem Herausholen der Menschen aus dem Gefahrenbereich ein weiterer Engpass. „Wer sich eine CO-Vergiftung zugezogen hat, muss in einer Druckkammer mit Sauerstoff behandelt werden, und von denen gibt es in Düsseldorf nicht sehr viele“, sagte der Düsseldorfer Feuerwehr-Chef Peter Albers auf Nachfrage vom Ausschuss-Vorsitzenden Rüdiger Gutt (CDU).
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