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Schadowplatz: Uni bekommt ein Haus in der Stadt

VON ANANDA MILZ - zuletzt aktualisiert: 17.11.2010 - 08:48

Düsseldorf (RPO). Am Schadowplatz 14 wird die Heinrich-Heine-Universität im kommenden Jahr ein Bildungs- und Beratungszentrum für Bürger eröffnen. Das "Haus der Universität" wird von Stifter Udo van Meeteren finanziert. Das Ziel: Düsseldorf sichtbar als Universitätsstadt zu prägen.

In dem Gebäude mit neoklassizistischer Fassade am Schadowplatz soll die Heinrich-Heine-Universität bald Quartier beziehen.  Foto: RP
In dem Gebäude mit neoklassizistischer Fassade am Schadowplatz soll die Heinrich-Heine-Universität bald Quartier beziehen. Foto: RP

Für die Stadt Düsseldorf und auch für die Heinrich-Heine-Universität selbst ist es bereits ein langes Anliegen: die Uni aus der Randlage in die Mitte der Stadt zu holen und mit einem eigenen Haus allen Bürgern als Ort für Veranstaltungen sowie für Informationen offen zu stehen.

Einem Gönner ist es zu verdanken, dass das Projekt jetzt schnell und zielsicher umgesetzt werden kann. So erklärte Udo van Meeteren, Ehrenbürger der Stadt und Ehrensenator der Heine-Uni, gestern Abend bei der Jahresversammlung der Freundeskreisgesellschaft der Heinrich-Heine-Universität, dass er ein repräsentatives Haus in der Düsseldorfer Innenstadt erwerben werde.

Info

Die Stiftung 

Eigentümer des neuen Hauses wird im rechtlichen Sinne die von Udo van Meeteren 1980 gegründete „Stiftung van Meeteren“ sein.

Geplant ist es, der Heinrich-Heine-Universität das Haus mietfrei zu überlassen.

Die Uni soll das „Haus der Universität“ konzeptionell im Detail entwickeln sowie die Unterhaltung gewährleisten.

Der Leitgedanke des Stifters ist dabei, "Düsseldorf nicht nur als Messestadt, Modestadt und Werbestadt, sondern auch als Universitätsstadt präsenter zu machen". Wo das genau geschehen soll, steht auch bereits fest. So fiel die Wahl nach ausgiebiger Sichtung auf ein Gebäude am Schadowplatz 14. 1999 war diese denkmalgeschützte, 1896 bis 1897 errichtete Immobilie renoviert worden und ist daher in einem durchweg guten Zustand.

Hans Michael Piper, Rektor der Heine-Uni, gestern dazu: "Mit einer solchen Repräsentanz im Herzen von Düsseldorf wird für die Universität ein Traum wahr, den sie bereits seit ihrer Gründung vor 45 Jahren hegt." Zudem dankte er dem Ehrensenator van Meeteren einmal mehr für sein großzügiges Engagement für die Düsseldorfer Hochschule. Denn: "Eine solche Stifterinitiative, die darauf abzielt, eine Stadt und ihre Universität als gemeinsamen Wissenschaftsraum zu prägen, ist in Deutschland bislang einzigartig."

Zu Dank verpflichtet fühlt sich auch Oberbürgermeister Dirk Elbers. "Jemanden in der Stadt zu haben, der so generös ist wie Udo van Meeteren, ist schon ein großer Glücksfall", erklärte er gestern im Gespräch mit der Rheinischen Post. Besonders erfreut zeigt er sich über den gewählten Standort: "Es ist eine 1a-Lage, die nach Fertigstellung des Kö-Bogens noch zusätzlich an Qualität gewinnen wird."

Für ein Stück Campus im Herzen von Düsseldorf hat sich im Vorfeld auch Bürgermeister Friedrich G. Conzen (CDU) stark gemacht. "Für unsere Zukunft ist es wichtig, dass Stadt, Bürger und Universität noch stärker zusammenarbeiten", betonte er. So könnten nur durch intensiven Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Handwerk Spitzenplätze gesichert und erarbeitet werden.

Um auch künftig das "Haus der Universität" zu unterstützen – etwa durch eine adäquate Innenausstattung – will der Bürgermeister eine Bürgerinitiative ins Leben rufen. "Ich finde es wichtig, in der Stadt eine Bürgerinitiative für und nicht gegen etwas zu etablieren." So soll die Großmutter, deren Enkel an der Heine-Uni studiert, sich darin genauso engagieren können wie mittelständische Unternehmen.

Das Haus am Schadowplatz selbst soll allen zugänglich und Wissenschaft für alle erlebbar machen. So will die Hochschule dort vor allem Interessierte über Studienangebot und -fächer ausführlich informieren, aber auch zu Veranstaltungen aller Art einladen. Das Gefühl "Wir sind Universitätsstadt" soll auf diese Weise gestärkt werden.

Doch seitens der Stadt wie der Universität ist klar, dass all das ohne das Engagement eines Düsseldorfers nicht in die Tat umgesetzt werden könnte. "Es gäbe sicher eine Reihe von Leuten, die so etwas könnten, aber wenige, die so etwas auch machen", brachte es Conzen auf den Punkt.

So wurde Udo van Meeteren gestern bei der Jahresversammlung der Freundeskreisgesellschaft der Heinrich-Heine-Universität im Industrieclub gleich doppelt gewürdigt. Gert Kaiser, Präsident des Freundeskreises, ernannte van Meeteren zum Ehrenmitglied der Gesellschaft. Nach einer kurzen Ansprache des Stifters erntete er dann Ovationen.

Quelle: RP

 
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