Baby erlag Hirnverletzungen: Urteil wegen tödlicher Misshandlungen rechtskräftig
zuletzt aktualisiert: 02.02.2006 - 12:26Neuss/Düsseldorf (dto). Nach dem Prozess um den Tod der fünf Wochen alten Jill aus Neuss ist das Urteil gegen die Eltern jetzt rechtskräftig geworden. Der Säugling war im Februar 2005 von seinen 20 und 22 Jahre alten Eltern misshandelt und anschließend nicht ins Krankenhaus gebracht worden. Das Baby starb nach vier Tagen an schweren Hirnverletzungen.
Im Prozess vor dem Düsseldorfer Landgericht war die 20-jährige Mutter zu zwei Jahren und vier Monaten Jugendstrafe verurteilt worden, der 22-jährige Vater muss für zwei Jahre und acht Monate in Haft. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung hätten auf Rechtsmittel verzichtet. Damit sei das Verfahren nun abgeschlossen, sagte der Justizsprecher.
Die Angeklagten hätten sich der Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter Werner Arendes bei der Urteilsverkündung im Dezember. Vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge sprach das Gericht die beiden dagegen frei, da nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnte, wer von ihnen dem Kind den Schädel zertrümmerte. Mutter und Vater hatten sich vor Gericht gegenseitig beschuldigt.
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