Schulaufbau im Visier: Ute Ohoven besucht Erdbebengebiet in Pakistan
zuletzt aktualisiert: 27.04.2006 - 12:43Düsseldorf (dto). Sechs Monate nach dem schweren Erdbeben in Pakistan hat Unesco-Sonderbotschafterin Ute Ohoven Hilfsprojekte im pakistanischen Kaschmir besucht. Bei der Region handelt es sich um eines der besonders schwer betroffenen Gebiete. Durch das Beben starben dort mehr als 9.000 Menschen, 71.000 Gebäude wurden zerstört. Nun soll schnellstmöglich mit dem Wiederaufbau von Schulen begonnen werden.
"Die Kinder brauchen dringend Schulen. Der Unterricht unter freiem Himmel oder in Zelten kann nur eine Übergangslösung sein. Besonders wichtig ist nun die schnelle Umsetzung unserer Maßnahmen, denn die Zeit drängt", betont die Sonderbotschafterin. Der Aufbau der Schulen kann nur vor und nach dem Monsun erfolgen. In Kaschmir setzt der Monsun im Juni ein und dauert bis August. Schwere Regenfälle machen den Aufbau zu diesem Zeitpunkt unmöglich. Mit Einbruch des Winters im Oktober müssen alle Arbeiten unterbrochen werden.
Nach offiziellen Angaben der pakistanischen Regierung sind bis heute vier Millionen Menschen von den Auswirkungen des Erdbebens betroffen: 3,3 Millionen Menschen wurden obdachlos, 75.000 Menschen verloren ihr Leben, mehr als 125.000 Menschen wurden verletzt. Durch Spenden konnte die Stiftung Unesco- Bildung für Kinder in Not während des Winters Hilfspakete für 7.000 Menschen bereitstellen.
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Stichwort Erdbeben
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BLZ 300 400 00
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