Quadriennale: Valdés soll entscheiden, wo die Meninas stehen
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 01.12.2006 - 11:03Düsseldorf (RPO). Die inzwischen nach Madrid zurück gesandten Meninas sind in Düsseldorf weiter sehr präsent, jedenfalls in den Köpfen der für Kultur zuständigen Politiker. Genauer: Es geht um die drei Figuren, die zurückgeblieben sind und die jetzt auf dem Grabbeplatz (Ecke Heinrich-Heine-Allee) stehen und darauf warten, zu einem möglicherweise endgültigen Standort in der Stadt versetzt zu werden. Vorschläge gab es viele, die derzeitige Adresse ist einer davon.
Dass der Chef der Kunstsammlung NRW K21, Arnim Zweite, nicht begeistert ist von diesen unter Fachleuten eher als „Kunsthandwerk“ eingeschätzten Objekten, wird seit geraumer Zeit kolportiert.
Nun kam eine neue Variante ins Spiel: Gestern im Kulturausschuss brachte FDP-Kulturfrau Veronika Dübgen das Thema wieder auf die Tagesordnung und fragte, welche weiteren Standorte für die putzigen Damen denn in Frage kämen. Und ob man mit dem Künstler Kontakt aufgenommen habe, um nach seinen Wünschen zu fragen.
Kulturdezernent Hans-Georg Lohe konnte die Fragen ausreichend beantworten - allerdings nicht befriedigend, wie die Reaktion einiger Ausschussmitglieder zeigte. Lohe berichtete, es gebe außer dem Grabbeplatz noch zwei weitere Standorte, ohne sie zu nennen. Aber Manolo Valdés werde im Februar ohnehin nach Düsseldorf kommen, und dann werde man die in Frage kommenden Stellen mit ihm gemeinsam begutachten, denn er, Valdés, solle letztlich entscheiden. Dies sei eine Idee von Joachim Erwin gewesen.
CDU-Ratsfrau Annelies Böcker reagierte sichtlich „irritiert“ und fragt spitz, ob das denn üblich sei, dass man dem Künstler eine solche Entscheidung überlasse. Die Reaktion aus den anderen Parteien war ähnlich - und zeigte, dass der Stadt das Thema Meninas noch eine Weile erhalten bleibt.
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