Sammlerin setzt Stadt unter Druck: Verärgerung über Stoscheks Ultimatum
zuletzt aktualisiert: 25.08.2009 - 07:10Düsseldorf (RPO). Oberbürgermeister Dirk Elbers reagiert mit Unverständnis auf einen Vorstoß der Kunstsammlerin Julia Stoschek. Sie versuche, Druck auf die Stadt auszuüben – "und das ist wenig hilfreich". Der Hintegrund ist, dass Stoschek befürchtet, durch die zu hohe Bebauung im Rahmen des geplanten Belsenparks werde ihr für zehn Millionen Euro saniertes Ausstellungshaus am Greifweg in Oberkassel zugebaut.
Die international renommierte Sammlerin hat der Stadt und dem Investor mehrere Kompromissvorschläge gemacht, um das ihrem Gebäude gegenüberliegende Grundstück freizuhalten. Ein Park, den sie bereit war mit Skulpturen zu bestücken, war dabei ebenso Thema wie jetzt ein Kinderspielplatz mit Kunstkonzept. Die Pläne für den Spielplatz will Stoschek morgen vorstellen.
Elbers war in den vergangen Wochen zweimal vor Ort, um sich die Situation anzusehen und mögliche Lösungen zu diskutieren. "Auf Einwirken der Stadt ist der Investor nun auch bereit, das benachbarte Grundstück an Frau Stoschek zu verkaufen", betont Elbers. Es bestehe aber kein Zeitdruck, weil der Belsenpark in nächster Zeit nicht in Gremien auf der Tagesordnung stehe. "Ein Ultimatum lasse ich mir jedenfalls nicht setzen."
Stoschek äußerte sich auf Anfrage unserer Zeitung nicht zu den Vorwürfen und auch nicht zu der Nachricht, dass sie nun eine Kaufoption für das Teilgrundstück habe.
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