Umweltzone in Düsseldorf: Verbot für Autos mit roter Plakette
VON JAN SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 10.02.2011 - 08:14Düsseldorf (RPO). Zu viel Feinstaub, zu viel Stickstoffdioxid: Weil die Grenzwerte an den Messstationen Corneliusstraße und Bilk im Jahr 2010 deutlich überschritten wurden, dürfen Autos mit roter Plakette ab 1. März nicht mehr in die Umweltzone fahren. Was das städtische Verkehrsdezernat bereits bekanntgegeben hatte, ist nun amtlich: Die Bezirksregierung publizierte die Verschärfung der Regelungen gestern im Amtsblatt.
Demnach haben die bisher im Rahmen des Luftreinhalteplans ergriffenen Maßnahmen – etwa die Optimierung der "Grünen Welle", das LKW-Routenkonzept und die Einrichtung der Umweltzone – nicht ausgereicht, um die Messwerte ausreichend zu senken. So ist beispielsweise der Jahresmittel-Messwert für Stickstoffdioxid an der Station Bilk von 2009 (62 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft) auf 2010 (65 Mikrogramm) sogar gestiegen. An der Corneliusstraße wurde der gültige Grenzwert von 40 Mikrogramm mit 67 Mikrogramm sogar um mehr als 60 Prozent überschritten. Hinsichtlich des Feinstaubs wurden die Grenzwerte im Jahresmittel zwar an allen Stationen eingehalten, der zulässige Tageshöchstwert wurde allerdings an 48 Tagen überschritten. Erlaubt sind 35 Tage. Die Bezirksregierung teilt mit, dass es sich bei all diesen Werten um vorläufige Messwerte gilt, die noch abschließend validiert werden müssen.
Ausnahmeregelungen für Handwerker gibt es nur noch bis 30. Juni. Dies gilt auch für Fahrzeuge von IHK-Unternehmen, für die ein so genannter Handwerkerparkausweis ausgestellt wurde, für Fahrzeuge von Busunternehmen sowie für Schwerbehinderte. Auch nach dem 1. Juli solle es für Busse, deren Betrieb im öffentlichen Interesse liegt, zu Regelungen kommen, die die Aufrechterhaltung des Nahverkehrs gewährleisten, heißt es weiter.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







