Premiere begeisterte: "Viva Variete!" im Apollo
zuletzt aktualisiert: 09.02.2005 - 10:40Düsseldorf (dto). Frech und scharfzüngig der Moderator, atemberaubend schnell die Jongleure, überraschend der Zauberer und die Artisten elegant und spielerisch - das neue Programm im Apollo Variete "Viva Variete!" überzeugte am Dienstagabend auf ganzer Linie. Nach zweieinhalb Stunden Staunen und Lachen verließen die Gäste, darunter auch zahlreiche Serienstars aus "Verbotene Liebe" und "Marienhof", das Variete Theater.
Seit den 90er Jahren präsentiert das Apollo Variete unterschiedliche Programme mit dem Ziel, die Zuschauer aus dem Alltag zu entreißen. Auch bei "Viva Variete!" gelingt das. Dynamisch und innovativ das Duo "Strahlemann und Söhne", die nonchalant und mit unglaublicher Lässigkeit ihre Keule durch die Luft wirbeln und sich gegenseitig zu jonglieren und sich dabei bis auf die Unterhose aus- und auch wieder anziehen.
Grazil und geschmeidig dagegen Cecilia, die auf vier aufeinander getürmten Stühlen Handakrobatik vom Feinsten bietet. In die Welt der Illusion führt der Zauberer Gerald le Guilloux. Aus Flammen lässt der Träger der Auszeichnung "Baguette D'Or", die nur die großen Magier erhalten, Tauben und Hunde erscheinen.
Und während der Comedian Herr Stahnke das Publikum zum Lachen bringt, weil er die Tücken des Alltags nicht meistert, Maxim Krieger mit seiner Rola-Rola-Artistik das Publikum begeistert, ist Moderator Matthias Brodowy der Meister der verbalen Komik. Ein selbstironischer Poet und scharfzüngiger Kommentator, der kein Haar lässt am "bösen Engel" Angela Merkel oder der "guten Fee" Franz Müntefering.
Als Land des Dualen Systems bezeichnete er Deutschland in Bezug auf Schönheits-OPs, wenn Schlagersänger Costa Cordalis sich eigenes Fett aus dem Hinterteil in das Gesicht spritzen lässt. Währenddessen habe sich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auf Rezept die Polypen implantieren lassen. Aber auch als Pianist zeigte er sein Talent und am Ende der Vorstellung ließ er das Publikum mit einem gehauchten "Gute Nacht", begleitet von einer sentimentalen Klaviermelodie, nach Hause gehen.
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