Campus für alle Mitarbeiter: Vodafone-Neubau: Gespräche vor dem Abschluss
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 31.08.2010 - 07:58Düsseldorf (RPO). Die Gespräche zwischen Vodafone und dem Investor für den Büro-Neubau auf dem früheren Gatzweiler-Gelände in Heerdt sind womöglich in die entscheidende Phase gekommen. Unter der Hand heißt es bei dem Telekommunikations-Riesen, man gehe nun davon aus, dass man "sehr kurzfristig" zu einer Einigung komme und dann auch schnell mit dem Bau begonnen werden kann.
Es geht um Einzelheiten des Mietvertrags für den sogenannten Vodafone-Campus, auf dem ab 2012 alle Mitarbeiter des Unternehmens, die derzeit an verschiedenen Standorten in Düsseldorf verteilt sind, arbeiten sollen.
Vodafone will das Gebäude nicht selbst bauen, sondern die Zech Gruppe wird mit dem zu ihr gehörenden Projektentwickler "developer" das Hochhaus mit Nebengebäuden stemmen. Strittig war lange die Dauer des Mietvertrages. Nun scheint man sich geeinigt zu haben. Über Details jedoch war weder bei Vodafone noch bei "developer" etwas zu erfahren. Möglicherweise wird Vodafone bis zu 20 Jahre mieten und damit eine entscheidende Basis für die Finanzierung des Gebäudes schaffen.
In den umliegenden Stadtteilen ist das Projekt nicht unumstritten. Am Seestern wird, beim Wegzug von Vodafone, mit einem Schlag eine riesige Fläche an Büroraum frei, der nicht ohne weiteres neu zu vermieten ist. Außerdem gehört zum Neubau ein Parkhaus mitten im Heerdter Dreieck, dessen Verkehrsanbindung skeptisch gesehen wird. Im Rahmen des Neubaus wird außerdem die gesamte Planung für den Belsenpark gesehen, der auf dem Gelände zwischen Belsenplatz in Oberkassel und dem Vodafone-Standort ein komplett neues Büro-, Wohn- und Ladenviertel vorsieht. Viele Anwohner fürchten zunehmenden Verkehr durch diese Konzentration von Arbeitsplätzen.
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