Shoppen am ersten Advent: Volle Stadt am Wochenende
VON BIRGIT KRUMMHEUER, UWE REIMANN - zuletzt aktualisiert: 03.12.2007 - 08:37Düsseldorf (RPO). Die Kaufleute sind sehr zufrieden mit dem ersten Adventssamstag. Gestern trübte das schlechte Wetter den verkaufsoffenen Sonntag. Aber: Düsseldorf profitiert von Park- und Verkehrsproblemen in Nachbarstädten.
Viele Menschen haben ihr Weihnachtsgeld auf dem Konto. Also knubbelten sich am Samstag laut Polizei rund eine Million Menschen in der City. Altstadt, Kö und Schadowstraße waren zum Teil so überfüllt, dass sich die Leute ihren Weg nur im Schneckentempo durch die Menschenmengen bahnen konnten.
Nicht alle waren auf der Suche nach dem perfekten Geschenk. Dagmar und Oliver Gillard sorgten sich erst einmal um sich selbst: für Parfüm und Wintergarderobe - und für einen Glühwein zum Aufwärmen. Doch natürlich gab es auch Vorausschauende, die schon die ersten Punkte auf den Wunschzetteln abhaken wollten. Kristin Horenburg und ihre Mutter Lieselotte Rabe etwa hatten bereits am Samstag die geeigneten Spielsachen für die Kinder gefunden. Spielzeug war überhaupt sehr gefragt, sagt der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes NRW, Peter Achten. „Uhren, Schmuck, Parfümerieartikel sowie Tonträger sind weitere Renner des ersten Adventssamstages“, weiß Achten. Ebenfalls ein Renner: adventliche Dekoration. Bei Magnos an der Flinger Straße war es rappelvoll. „Im November lief das Geschäft noch nicht so gut. Aber heute ist Großkampftag“, bilanzierte Geschäftsführer Jean-Marc Belasky am Samstag, während er unzählige Kerzen, Kugeln und Engel verpackte.
Wer den Einkaufsbummel gelassen und unbeschwert angehen wollte, verstaute seine Einkäufe im Geschenke-Bus der Rheinbahn am Schadowplatz. Dort wachte Torsten Annusat über Schachteln, Tüten und Taschen. Auch viele der ausländischen Gäste nutzen den Service. Rund 140 Busse aus Großbritannien, Niederlande, Belgien und Frankreich kamen an den Rhein. Saturn-Geschäftsführer Dirk Henckel freute sich über die Gäste, was sicherlich auch zu den guten Prognosen vieler Kaufleute beitrug. „Wir hoffen alle, dass wir die sehr guten Zahlen aus dem Vorjahr schaffen können“, sagte Henckel. „Das Geschäft ist jetzt angesprungen“, meinte Christof Sattler, Geschäftsführer von Karstadt. Die Zahlen von 2006 seien eine hohe Messlatte gewesen, doch man könne die se 2007 durchaus wieder erreichen. Wenn beispielsweise das Wetter mitspielt. Regen und Wind am gestrigen, letzten verkaufsoffenen Sonntag trübten den Gesamteindruck. Die Stadt war wieder voll - die Menschen kauften aber weniger, sagte Heinrich Sagorny, Geschäftsleitung vom Kaufhof am Wehrhahn. „Es war gestern der schlechteste der vier verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr. Es hat zwar vielversprechend angefangen, dann aber sehr nachgelassen“, meinte Hermann Franzen vom gleichnamigen Porzellanhaus.
Fazit: Kurzfristig trübte der Wind-und-Wetter-Sonntag den sehr guten Gesamteindruck. Langfristig hat Düsseldorf aber noch einen großen Vorteil. Laut Achten haben viele Nachbarstädte Park- und Verkehrsprobleme. „Düsseldorf hat keine“, sagte Achten. Deshalb kämen verstärkt Menschen aus der Region zum gezielten Kaufen in die Landeshauptstadt.
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