Serie: Ein Schwede in Düsseldorf (2): Vom Guinness bis zum Weißbier
VON CHRIS AJAXSON - zuletzt aktualisiert: 28.11.2008 - 13:47Chris Ajaxson (hier ein Kurzporträt) kommt aus Schweden und absolviert derzeit ein Praktikum bei RP Online. Er hat sich schnell in Düsseldorf eingelebt. Dennoch ist für ihn vieles anders. In seiner Serie schreibt er über Düsseldorf aus der Sicht eines Touristen. Sein Thema heute: Die Kneipen in der Altstadt.
Einem Schweden aus Stockholm muss die Düsseldorfer Altstadt mit ihren vielen Kneipen und kleinen Gassen einfach gefallen. Sie erinnert mich an die Altstadt der Heimatstadt. Die heißt "Gamla Stan". Natürlich war ich gespannt auf die Düsseldorfer Kneipen. Was ist da wohl so los?
O'Reilly's
Meine erste Station hieß O'Reilly's: Zunächst habe ich mir ein leckeres Guinness bestellt. Nach dieser Stärkung habe ich mir das Pub etwas näher angeschaut. Ich war begeistert.
Das O'Reilly's erstreckt sich über zwei Stockwerke. Fast den ganzen Tag läuft hier auf Großleinwänden und Fernsehgeräten britischer und irischer Fußball. Doch auch andere sportliche Großereignisse werden gezeigt. Bei wichtigen Spielen ist der obere Raum fast komplett gefüllt. Die Stimmung ist riesig.
Engelchen
Vom O'Reilly's zog ich ins „Engelchen", eine typische Düsseldorfer Altstadtkneipe. Dort hat mir besonders die Musik gefallen: Eine Mischung aus Rock, Hard Rock und Heavy Metal. Dass zahlreiche Lieder von Hardrock-Legende Alice Cooper gespielt wurden, brachte mich dann richtig in Stimmung. Schließlich bin ich ein alter Cooper-Fan.
Die Kneipe ist genau nach meinem Geschmack. Das liegt nicht nur an der Musik. Auch die Einrichtung vom „Engelchen“ hat es mir angetan: Die Theke ist lang. Im Vergleich mit dem kleinen Kneipenraum wirkt sie geradezu riesig. So wie eine Bar in einem Saloon in den USA.
An den Wänden hängen zahlreiche Dinge: Zum Beispiel Ketten, künstliche Skelette und Fortuna-Düsseldorf-Schals. Es müssen nicht viele Gäste kommen, damit in diesem Rock-Pub Stimmung aufkommt. Hier gehe ich bestimmt noch einmal hin.
Paulaner
Zum Schluss bin ich ins „Paulaner am Kom(m)ödchen“ gegangen. Hier wird standesgemäß das Oktoberfest gefeiert. Ich habe gehört, das soll hier öfter vorkommen. Es gibt Bier in großen Maßkrügen und super Musik.
Nein, kein Hardrock. Das würde auch gar nicht hier hin passen. Es läuft DJ Ötzi, der übrigens auch in Schweden bekannt ist. Sein Song „Hey Baby“ war bei uns ein riesiger Erfolg. Im „Paulaner am Kom(m)ödchen“ läuft aber ein anderes Lied. Es geht um einen Stern oder so.
Neben DJ Ötzi höre ich außerdem Olaf Hennings „Cowboy und Indianer“-Lied. Die Leute machen mit Gesten Lassos und Pferde nach. Lustig. Zugegeben: Für diesen Laden braucht man etwas Humor. Aber den habe ich durchaus. Ich könnte mir gut vorstellen, meine Brüder Will und Pill einmal hier hin mitzunehmen. Die würden bestimmt große Augen machen.
Fazit
Mein Urteil zu den Düsseldorfer Altstadtkneipen fällt absolut positiv aus: Es gibt viele verschiedene Arten von Kneipen. Außerdem liegen sie alle nah beieinander. Sie sind zu Fuß gut zu erreichen.
In Stockholm gibt es auch viele gute Pubs. Sie liegen jedoch weit voneinander entfernt. Man kann nicht zu Fuß eine Kneipentour machen, sondern muss immer mit der Bahn oder einem Taxi fahren.
Die Stimmung ist hier etwas lockerer als in Stockholm. Außerdem sind die Preise sehr viel angenehmer als bei uns. In meiner Heimat kostet ein Bier ungefähr fünf Euro. Und es schmeckt auch nicht so gut wie hier. Die Altstadt sieht mich bestimmt noch einige Male wieder.
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