"Sextett" im Theater an der Kö: Vom Knast auf die Bühne
VON BIRGIT KRANZUSCH - zuletzt aktualisiert: 04.01.2007 - 14:13Der Chef des Theaters an der Kö, Rene Heinersdorff, scheint ein großes Herz für Menschen zu haben, die schon einmal mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. So gehört nicht nur Martin Semmelrogge, der wegen Fahrens ohne Führerschein verknackt ist, zu seinen Darstellern, sondern aktuell auch Karsten Speck, der wegen Anlagebetrug verurteilt wurde. Trotz Haftstrafe steht Speck nun neben Thomas Fritsch und René Heinersdorff in dem Stück „Sextett“ im „Theater an der Kö“ auf der Bühne. Am Donnerstag ist Premiere.
Was könnte den grauen Winter besser aufhellen als ein Mittelmeer-Törn mit einer luxuriösen Yacht, und sei es nur auf der Bühne? Sechs Freunde sind geladen ein paar Tage an der Cote d'Azur auf einer Yacht zu verbringen. Sechs Menschen mit sechs unterschiedlichen Erwartungen und Plänen. Dreißig mögliche Kombinationen zwischen Freundschaft und Feindschaft, Liebe und List, Lug und Trug auf engstem Raum. Und so entwickelt sich zwischen Seekrankheit und Sonnenbad ein intrigantes Verwirrspiel.
Bei dem Boulevard-Klassiker waren Thomas Fritsch und Karsten Speck die Wunsch-Darsteller von Heinersdorff. Beide gastierten schon mehrmals im Kö-Theater, beide wünschten sich den Regisseur und Schauspieler als Dritten im Bunde. Heike Trinker, Victoria Sturm und Yvonne Burbach sind die Frauen an Bord. Sie sind alle aus Fernseh-Serien bekannt.
Karsten Speck ist die gesamte Spielzeit mit dabei. Der 46-jährige, 2004 wegen Betrugs zu knapp drei Jahren Haft verurteilt, ist untergebracht als Freigänger in Gerresheim. Für ihn keine Riesensache. Speck durfte bereits neue Folgen seiner TV-Serie "Hallo Robbie" drehen, stand außerdem in der Dresdner Komödie in "Der Mustergatte" auf der Bühne.
Premiere am Donnerstag, 4. Januar bis 4. März, Theater an der Kö, Schadowarkaden, Karten: Telefon 322333
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