Rheinbahn-Busfahrer kontrollieren Fahrkarten: Vorne rein, hinten raus
zuletzt aktualisiert: 19.08.2004 - 16:13Bislang wurde auf den 92 Buslinien der Rheinbahn nur am Wochenende ganztägig an der Vordertür kontrolliert, in der Woche mussten Fahrgäste erst ab 19 Uhr am Busfahrer vorbei. Gefährlich wurde es für die Kontrolleure hinterm Lenkrad bislang nur sehr selten. 1.400 Fahrer sitzen bei der Rheinbahn am Steuer, zu tätlichen Angriffen wie Schubsen oder Spucken kam es in weniger als zehn Fällen pro Jahr. Nicht zuletzt können die Fahrer präventiv von ihrem „Hausrecht“ Gebrauch machen und rüpelige Passagiere hinausbeordern.
Auf jeden Fall scheint die neue Kontrollmethode erfolgversprechend. Verkehrsverbünde aus dem Umkreis konnten die Zahl der Schwarzfahrer merklich reduzieren und auch die Rheinbahn baut nach Angaben von Sprecher Georg Schumacher darauf, „mehr Geld in die Kasse zu kriegen“.
Gut geht es dem Unternehmen allerdings jetzt schon. Die Einnahmen durch den Ticketverkauf sind kontinuierlich angestiegen - von 109 Millionen Euro (2001) über 111,2 Millionen (2002) auf 112,9 Millionen (2003). Eine ähnlich positive Tendenz zeigt sich bei den Fahrgastzahlen. 203,4 Millionen Personen nutzen Bus und Bahn im Jahr 2001, im nächsten Jahr waren es schon 207,2 Millionen und 2003 fuhren bereits 208,2 Millionen mit der Rheinbahn.
Von Maike Schulte
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