Ab Montag gelten auf Flughäfen neue Regeln: Vorsicht beim Handgepäck
VON MATTHIAS ROSCHER - zuletzt aktualisiert: 04.11.2006 - 12:22Eine Million Prospekte und 200 Plakate sind gedruckt. 750.000 Plastiktüten stapeln sich in den Regalen. Die für die Sicherheit am Flughafen verantwortliche Bundespolizei wird, ebenso wie die private Security-Firma, mit zusätzlichen Kräften unterwegs sein. Passagiere, die in Düsseldorf in die Flugzeuge von Lufthansa, LTU oder Delta Airlines nach Nordamerika gestiegen sind, hatten sich an die verschärften Sicherheitsvorschriften bereits gewöhnt - ab Montag gelten diese Regelungen für alle Flüge innerhalb der europäischen Union.
Die Mitarbeiter des Flughafens haben sich auf eine zusätzliche Nachtschicht eingerichtet: Gegen drei Uhr am Montagmorgen stellen sie die mehrsprachigen rot-grünen Plakate auf. An den Schaltern der Fluggesellschaften und vor den Sicherheitskontrollen richten sie 18Umpackstationen ein. Bundespolizei und eine private Sicherheitsfirma bilden „bis auf weiteres“ kombinierte Teams.
Dank des langen zeitlichen Vorlaufs müssten die Passagiere „auf dem Stand der Dinge sein“, sagte Bundespolizei-Sprecher Achim Berkenkötter. Andererseits sammelt der Flughafen noch heute tonnenweise Scheren, Messer, Rasierklingen oder Utensilien des Heimwerkerbedarfs ein, den Fluggäste im Handgepäck mit an Bord nehmen wollten.
Die innerhalb der Europäischen Union geltenden Bestimmungen legen fest, welche Flüssigkeitsmengen durch die Sicherheitskontrollen mitgenommen werden dürfen. Erlaubt sind in geringen Mengen Toilettenartikel und Parfüm. Zu den Flüssigkeiten zählen Gels, Pasten und Lotionen sowie der Inhalt von Druckbehältern wie Zahnpasta, Haargel und Rasierschaum. Geringe Mengen heißt, die Behälter dürfen nicht mehr als hundert Milliliter fassen. Diese wiederum müssen in durchsichtigen Plastikbeuteln mit integriertem Verschluss - wie ein Gefrierbeutel aus dem Supermarkt - transportiert und bei der Kontrolle vorgezeigt werden.
Die Geschäfte der Flughafen-Arkaden halten ebenfalls Plastikbeutel für ihre Kundschaft bereit. Im aufgegebenen Reisegepäck können Flüssigkeiten dagegen wie bisher mitgenommen werden.
Weitere Informationen über die Fluggesellschaften und die Hotline der Bundespolizei: 9518-118.
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