Parteien machen Tempo: Vorstoß für neue Schadowstraße
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 31.01.2011 - 08:18Düsseldorf (RPO). CDU und FDP machen Tempo bei der Schadowstraße. In einer Anfrage zur Ratssitzung am kommenden Donnerstag wollen sie wissen, wie es steht mit dem Werkstattverfahren zur Neugestaltung der Einkaufsstraße zwischen Tuchtinsel und Jacobistraße. Die wird möglich, wenn ab 2014 mit Fertigstellung der Wehrhahn-Linie die Stadtbahnen unterirdisch fahren.
„Wir möchten, dass endlich etwas passiert“, sagt Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP). Das Argument des Planungsdezernenten Gregor Bonin, das Verfahren möglichst zeitnah an der Realisierung ab 2014 zu starten, lässt die Liberale nicht gelten. Stadt und Politik sollten sich mit den Einzelhändlern zusammensetzen und Ideen für die Zeit sammeln, wenn auch der zweite Teil des Kö-Bogens mit dem Abriss des Tausendfüßlers abgeschlossen sei. Mit der Hochstraße entfalle auch die Trennung in „gute Schadowstraße“, die als Fußgängerzone von der Kö abgeht, und dem von vielen als weniger attraktiv empfundenen östlichen Teils.
Geht es nach der Mehrheit der dortigen Einzelhändler, soll dieser Bereich ebenfalls Fußgängerzone werden. „Auch wenn das Werkstattverfahren ergebnisoffen ist, hoffen wir darauf, dass die Schadowstraße bis zur Jacobistraße autofrei wird“, sagt Torsten Kruse, Sprecher des City-Rings und Geschäftsführer des Kaufhofs am Wehrhahn. Kruse betont, dass die Einführung zum Werkstattverfahren, zu der die Stadt im Herbst geladen hatte, sehr positiv gewesen sei.
„Mein Wunsch ist, dass das Thema sehr breit diskutiert wird“, sagt OB Dirk Elbers (CDU), der die Schadowstraße zur Chefsache erklärt hat. Dabei müsse geklärt werden, wie weit eine Fußgängerzone mit Blick auf Einzelhandel und Verkehrsentwicklung Sinn mache. „Zudem ist die Straße sehr breit, ich will keinesfalls eine Steinwüste.“ Auch darüber macht sich der City-Ring Gedanken: von Spielflächen für Kinder und Begrünung bis zu Gastronomie reichen die Ideen.
Von der Industrie- und Handelskammer bekommen die Händler Rückendeckung: „Falls die Schadowstraße damit wirklich aufgewertet wird, hätten wir nichts gegen eine Fußgängerzone“, sagt IHK-Geschäftsführer Ulrich Biedendorf. Es müsse jedoch gewährleistet sein, dass die Parkhäuser in der zweiten Reihe gut erreichbar bleiben.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







